Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
386
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z86 ?.TH. 4. Abschn. Syntax.

fectum dafür, wenn der Sinn nicht sehr leidet:wenn mein Gebein längst verweset ist, dannwerden die N)elren alle vergehen; aber gewißnicht allemahl, weil der Sinn in beyden Fällen ver-schieden ist. Morgen hat er es überstanden,prädicieret den Sah mit Gewißheit; morgen wirder es überstanden haben, mit mehr Ungewißheit;so bald er es wird gethan haben, wird erkommen. Der Gebrauch des Perfecti Statt die«ses Futuri scheinet vielmehr bloß um der Kürze, oderwohl gar aus Unkunde des eigentlichen Temporiseingeführet zu seyn, weil die Bedeutung beyder imGrunde sehr verschieden ist. z. Es ist ungegründet,daß im Passlvo nicht vorkomme. Zwar sagt mannicht, morgen wird meine Arbeit schon ver-richtet worden seyn, aber doch, morgen wirdsie verrichtet seyn; und das ist denn doch imGrunde auch nichts anders, als eben dieses. Futu-rum eractum.

/i. Gebrauch der Modorum.

Allgemeine §' 682. Die Modi bezeichnen die Art, wie dasRegel für Prädicat von dem Subjecte gesagt wird. Wird esdieselbe, als wahr oder gewiß von demselben gesagt, so stehetder Indicativ, wenn es aber nicht mit völliger Ge-wißheit gesagt werden kann oder soll, der Conjun-ctiv, welcher daher nach allen Verbis oder Partikelngesetzt werden muß, welche einen noch zweifelhaftenoder ungewissen Erfolg bedeuten.

Der Indicativ siehet also, wenn etwas mit Ge-wißheit prädicieret wird: ich weiß, daß er komLmen wird, oder ich weiß, er wird kommen;wie mans treibt, so geht es; weil du michbathest, so vergebe ich es dir; ob du es gleich

wußtest;

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