i, Kap. 6. Verbum. §. 6g2. 937
wußtest; es kann geschehen, daß er nicht wie-der kommt; er sprach so laut, daß es jederhörce; ich habe es nicht verschuldet, daßman so mir mir umgehet; du siehest ja, daßer da ist; ich sage dir, daß es an dem ist; ichfreue mich, daß du gesund bist; ich dankedir, daß du es gethan hast; er gestehet, daßer es gethan hm; wenn du unschuldig bist,so wird dir nichts widerfahren. Wohin auchder gewisse Fragestand gchörer: wird er kommen 5weißt du es, daß er es gethan Kar?
Der Conjunctiv hingegen, wenn der Erfolgnoch zweifelhaft oder ungewiß ist, oder als ungewißund unentfchieden angedeutet werden soll: es wärezu wünschen, daß wir mehr mit den Sitten,als mit der Macht Frankreichs Arieg führenmöchten; wo in dem Nachsäße der Conjunctiv ste-hen muß, weil der Erfolg des Wunsches immer nochungewiß ist, dagegen im Vordersatze auch der Indi-cativ stehen kann, wenn er mit mehr Gewißheit prä-dicieret werden soll, es ist zu wünschen. Soauch: es schien, als wenn alle unsere V.räsiewären verjünget worden; eine ganze SchaavVögel fing an zu schlagen, als wenn sie sichvereinigt hätte uns zu begrüßen; ich befehledir, daß du kommest, weil die Wirkung des Be-fehles immer noch ungewiß ist; jeyr müsse einjeder dem Aerker der Städte entfliehen! daswolle Gott nicht! und so in allen ähnlichen Artendes Wünschens. Ferner eine Gleichgültigkeit zu be-zeichnen: er thue es oder nichr; er komme odevbleibe weg; er säge was er will, wo im Nach-satze der Indicativ stehen muß, weil hier keine Unge-wißheit Statt findet, nicht, er sage, was er wolle.
Bb 2 §. 6Lz.