z88 i.TH. 4.Abschn. Syntax.
F»rt- ^'^^ ^^el ist im Deutschen allgemein,
sehung. und m«cht alie übrige Regeln unnöthig. Wenn da-her der Conjunctiv mit gewissen Conjunctionen ver-bunden wird, so rüyret derselbe nicht von den Con-junctionen, sondern von dem zweifelhaften Zustandedes AuSspruches her. Daher müssen die Conjun-ctionen als wenn, als ob, wie wenn, allemahlmit einem Conjunctive verbunden werden, weil sieeinen zwar möglichen, aber noch ungewissen Fall be-zeichnen. Die meisten übrigen können sowohl mitdem Indicative als mit dem Conjunctive stehen,nachdem der Erfolg gewiß oder noch zweifelhaft ist:ich melde dir solches, damit du dich darnachzu richten wissest; aber, sie bethet darum sofleifsig, damit der Himmel wieder erkenntlichseyn soll, wo die Gewißheit nach der Absicht derBethenden zu beurtheilen ist, wie auö dem Verbosoll erhellet; ohne dasselbe würde es im Conjunctivsheißen müssen, damit der Himmel wieder er-kenntlich sey. Ferner: ich besorge, daß erstolz werden möchte, aber, ich sehe, daß erkommt; wenn er kommen sollte, aber, wenner kommen wird; ich bin nicht würdig, daßdu unter mein Dach eingehest, aber, woherweißt du, daß er todt ist^Conjunctiv , §. 684. Hierher gehöret auch der Fall, wennim relati- man seine oder eines andern Worte erzählungöweiseven Styl, oder hsoß ihrem Inhalte nach anführet, weil mandabey die Wahrheit des erzählten Satzes gleichfallslinentfchieden lässet; es mag übrigens die Aussiih-rung mit oder ohne daß geschehen : ihr habt! jaimmer gesagt, daß er ein ehrlicher Mann sey;ich bewies ihm, daß er verbunden sey, zugehorchen; wir antworteten, daß dieses Statthaben könne. Werden aber die eigenen Worte
wieder-