Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
401
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r.Kap. 7. Verbum u. Verbum. §.696. 401

(4) Eine besondere Art des Gebrauches ist esgleichfalls, wenn nach dem Verbo kommen die Artund Weise desKommens vermittelst eines Particip»Piätsriti ausgedruckt wird, wo eigentlich ein Parti-cipium Präsentis stehen sollte: er kommt gegan-gen, geritten, gefahren, gelaufen, da kommeer hcrgeschosien, sie kommen geschwommen,diel.arze kam zum Adler hingekrochen, Haged.und kommt es an den Grrand geschwommen.Gell, dem ohngeachrec kommt er nur ein paarMünzen angezogen, Less. wenn sie nur mitihrer Liehe angezogen käme, Weiße. Da dennauch wohl Zusammensetzungen gemacht werden, wel-che außer dieser Form nicht üblich sind: da kom-men sie alle angestiegen, jeder Freund kamangerannt, Haged. fo dürftig kam er ange-krochen, eben ders. wo an in allen Fällen für her-an stehet. Indessen ist diese ganze Form, weil sieeigentlich wider die Analogie des Particip» Präterit!ist, nur im gemeinen jeden und in der vertraulichenSprechart üblich, daher sie in der anständigern undhöhern eigentlich nie gebraucht werden sollte, ob esgleich nicht an Beyspielen des Gegentheiles fehlet:aller Völker ganzer Haufen, werden kommenzugelaufen, OpiH; daß er mit Geheten, t^amvor ihm getreten, eben ders. komm, hlasserTod, komm angezogen, ich fürchte dich ver-sichert nicht, Gryph. auf zerstückren Brerernkommen Ariegesheere angesiogen, Kleist. Ehe-dem ward dafür der Infinitiv gebraucht: Ichkhum yerzt gleich Hergan, Theuerd. Die Ab-sicht des Kommens wird mit dem Infinitiv und demWörtchen zu ausgedruckt: ich komme ihnen erswas zu fagen, S. §. 698.

Adel. ZV. Spr. U.V. Cc §.697.