Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
404
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4c>4 r.TH. 4. Abschtt. Syntax.

kannst du dich einen Engel nennen hören,ohne zu erröthen ^ Dusch . Wo aber auch häu-fig daß gebraucht wird: ich höre, daß der lVindbrauset, wir hörten, daß geschossen wurde,für wir Hörren den N)ind brausen, wir Hör-ren schießen.

Lehren: jemand reiten, singen, ranzenledren; Noch lehrt bethen; Änsechtung leh-ret auf das lVorr merken; man lehre dasWnd da vornehmlich erschrecken und sichschämen, wo es die Vernunft am meisten be-fiehlt, Gell, er schlichtete ihre kleinen Zwisteund lehrete sie gütig seyn, eben ders. Wo esunnöthig und fehlerhaft ist, d-m Infinitiv noch daszu vorzusehen, er lehrte sie gütig zu seyn; wel-ches nur erträglich und zuweilen nothwendig ist,wenn der Infinitiv zu weit von dem Verbo getren-net ist: gleich einem ungezcchmren Rosse, dasnoch kein Gebiß des Reiters gelehret hat, sei?ne Schritte mit Vorsicht abzumessen, Dusch.

Der Rnabe den Irin gelehrt,.

Auf jede Schönheit der Natur zu merken, Kleist»

Lernen: ranzen, reiten, fechten, gehen ler-nen ; ich lernte ihn erst recht kennen; lerneaus anderer Leute Schaden klug werden;jeyr lernte er über sein eigen Herz erröthen;so lernt ich mich mir wenigem begnügen, Gell.

Sehen: ich sehe ihn kommen; ich sehedich leiden, weinen, deine Hände ringen;einen Mann von Renntniß und Geschmacksiehet man wohl lächeln, hört ihn aber niesmahls lachen; soll ich dich in kurzem an demNöthigen Mangel leiden sehen.

Anm»