i.Kap. 7. Verbum u.Verbum. §.697. 407
ihn kommen sehen; ich habe ihn in großerWl aus dem Hause laufen sehen; du hättestes thun sollen; ich habe nicht kommen wol-len. Daher es hier immer noch ein Fehler ist, wennman sie auf die gewöhnliche Art beuget: Gott hatmich wandern geheifsen, iMos. 20. welchenGorr gewollt hat kund thun, für har kundthun wollen.
(?) Folgen diesen Beyspielen noch einige an-dere Verba, gemeiniglich nur in einigen Bedeutun-gen. Diese Verba sind:
Bleiben, mit den Infinitiven solcher Verbo -rum, welche einen Zustand bezeichnen: hangen,kleben, knien, leben, liegen, styen, stecken,stehen, wohnen bleiben.
Däuchten, doch nur im Oberdeutschen: da dieSonne aufging, däuchte die Moabicer dasGewässer rorh seyn, 2K0N. z; und es däuchregut die Apostel, aus ihnen Männer erwählenund senden gen Anriochiam, Apost. 15; deneilften deuchc Susanna nicht keuscher seyn,als ste, Scultet. Andere Mundarten gebrauchendafür den Infinitiv mit zu: das däucht michgut zu seyn. Im Hochdeutschen sind beyde Formenfremd, und man wählt dafür die gewöhnlichere,mich däucht, daß das guc sey.
Fahren, doch nur mit dem Infinitive spazie-ren: sparzieren fahren.
Finden, die Art und Weise zu bezeichnen, wieman etwas gesunden, doch nur mit einigen Verdis:ich fand ihn schlafen, gehen, siyen; ich habees auf dem Tische liegen gefunden. Wofürdoch auch das Participium gewöhnlich ist, besonders
Cc 4 wenn