Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
409
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-.Kap. 7. Verbum «.Verbum. §.698. 4O9

Seyn, nur mit einigen Verbis: hier ist gutseyn; Gelehrten ist gut predigen; hier istnicht gur wohnen, fahren, gehen, reiten; indiesem L.ande war damahls übel reisen; indiesem Monach ist gut Haber säen, nicht gutAderlässen.

Thun, nur noch mit nichts als: er thuenichts als schlafen, spielen, müßig gehen u. s. f.Der ähnliche Gebrauch im bejahenden Verstände,er thut fchlaftn, er that fpielen, für er schläft,er spielte, ist im Hochdeutschen längst veraltet,und kommt nur noch in einigen niedrigen Sprech-arten vor.

Ob nun gleich alle diese Verba den in den bey-den ersten Nummern darin ähnlich sind, daß sie denInfinitiv nach sich haben: so unterscheiden sie sichdoch darin, daß sie in den zusammen geseßten Zeitender gewöhnlichen Analogie folgen, folglich nicht denInfinitiv an Statt des Particip« setzen: ich habeihn schlafen gefunden, nicht schlafen finden.So auch, wir sind fparzieren gegangen, er hatnichts gethan, als schlafen; sie haben sichschlafen gelegt; er ist stecken geblieben.

§. 698. z. Der Infinitiv mit zu, oder das z. Jnfinr-fiilschlich so genannte Gerundium, wird nach vielen tiv mit z«.Verbis gebraucht, den Gegenstand derselben, eineAbsicht, zuweilen auch eine Nothwendigkeit zu be-zeichnen, und dabey zuweilen zwei, Sähe zusammenzu ziehen, welche mit und oder daß verbunden sind:

(1) Einen Gegenstand der Handlung des vor-her gehenden Verbi: es fängt an zu regnen;er höret auf zu fpielen; ich befehle dir zukommen; er begehret aufzustehen; er bemü-her, bceiferc, bestrebt sich reich zu werden;

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