Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
420
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42c> ?.TH. 4. Abschn. Syntax,

des Subjectes bezeichnet der Nominativ, alle übrigeVerhältnisse aber, so viel der Deutsche an dem Worteselbst zu bezeichnen gut gefunden, werden durch dieübrigen Casus ausgedruckt. Man wiederhohle sichhierbei) das, was in der Vorrede zu dem ersten Ban-de bemerket worden, daß die erste Einrichtung derCasuum in dein Hörbaren gegründet ist, und daßnachmahls, als nicht mehr das Hörbare den Spre-chenden leiten konnte, die dunkele Empfindung desÄhnlichen an dessen Stelle trat. Daher ist der Ge-brauch der Casuum nicht allein in verschiedenen.Sprachen so verschieden, sondern es finden sich selbstin einer und eben derselben Sprache in diesem Stü-cke so viele Ungleichheiten und Abweichungen, sowohlin der Bildung und dem Ausdrucke der Casuum, alsauch in ihrem Gebrauche.

Der Genitiv der Einheit ist in der Deutschen De-clination, da wo er ausgedruckt wird, am stärkstenausgedruckt, ein Beweis, daß man sein Verhältniß amlebhaftesten empfunden. Aber welches Verhältniß?Da die Empfindung der Verhältnisse der selbständi-gen Dinge überhaupt nur dunkel seyn konnte, undes j-tzt so oft noch ist, so scheinet es, daß man jedesVerhältniß, welches man seinem Daseyn nach zwarlebhaft, aber seiner Art nach nur sehr dunkel, em-pfunden, durch diesen Casnm ausgedruckt habe»Man gebraucht daher den Genitiv: 1. diebeziehen-den Begriffe eines andern Substantives zu erklären,e6 mag nun im Subjecte oder im Prädicate stehen,von welchem Gebrauche, welcher die älteste und ei-gentlichste Bestimmung des Genitives zu seyn schei-net, weil er in allen bekannten Sprachen angetrof-fen wird, bereits §. 611 f. geredet worden. 2. Mitmanchen Präpositionen ein ähnliches Verhältniß mitihnen gemeinschaftlich zu bezeichnen, S. §. 504 s.

Z. Mit