Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
423
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i. Kap. 8. Verbum u. Subst. §. 71z. 42z

Nachmittags oder des Nachmittags schlafen;eines Tages für das unbestimmte einmahl; nach-fter Tage, besser nächstens; heutiges Tages; abernicht morgendes Tages, weil morgend kein Wortist, auch nicht morgen des Tages, sondern mor-gen schlechthin.- gestern Morgens, gesternAbends, gestern Mittags, sagt man lieber imAccusativs gestern Morgen, Abend, Mittag.Da6 weibliche Nacht wird, wenn es in diesem Fallein den Genitiv treten soll, als ein männliches Wortbehandelt, des Nachts reisen, des Nachrs quä-len mich böse Träume; besser in der Nacht,zur Nachtzeit. 2. Die vorigen Substantive undJahr und Monath, wenn sie Wiederhohlungs»zahlen bey sich haben: des Morgens einmahl;zweymahl des Tages; dreymahl des Nachrsaufstehen; viermahl des Jahres, des Monasthes; wofür doch an dem Tage, in der Nacht,in dein Jahre u. s. f. oft besser sind. AndereSubstantive stehen nicht selten im Accusativs: dieLVoche zweymahl spayieren gehen, z. DieNahmen der Wochentage: wir kamen Montagsan, die Post gehet Sonntags ab. Das weib-liche die Mittwoche, wird alsdann gleichfalls, wieein männliches Wort behandelt, Mittwochs fah-ren wir ab. Überhaupt gränzt der Genitiv inollen diesen Fällen sehr nahe an das Adverbium,und man würde ihn wirklich dafür annehmen müs-sen , wenn nicht die Ausdrücke des Tages reisen,des Morgens dreymahl, des Nachrs fahren»i. s. f. de» Genitiv außer allen Streit sehten. In-dessen wird Statt des Genitives bey den Wochen-tagen auch häusig die Präposition an, und nach Be-finden auch auf gebraucht, er kam am Montage,wir reisen auf den Sonntag; welches nochwen-

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