Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
436
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4?6 r. Th. 4. Abschn. Syntax.

andern Fällen der Accusativ gekommen seyn muß.Gründet man ihn auf die Präposition an, so ist dieFolge unrichtig, weil die Präpositionen, wenn siemit Verbis zusammen gesehet werden, bloße Adver-bia sind, folglich keinen Casum regieren können.Wenn man einen klaren Begriff von dem Dativ derPerfon hat, so wird man denselben hier nicht zwei-felhast finden können. Daher ist es richtiger, daskommt mir sauer an, Gell, die Verstellungkommt mir weit beschwerlicher an, als rvennich sage, wie mirs ums Herze ist, eben ders. Sagtdoch ohnehin jedermann ohne Ausnahme, einemankommen, für beykommen, und es kommt mirdarauf nicht an, es muß ihnen auf einen Tagnicht ankommen, Less. Alle drey Bedeutungensind genau verwandt, wenigstens ist der Dativ derPerson immer derselbe.

Däuchten und dünken. Beyde werden baldmit dem Accusativs, bald mit dem Dative gebraucht:doch geh, mich däucht, sie kömmt, Gell, michdäuchte, wir bunden Garben auf dem Felde,iMos. 37; was den Sinnen hier im Finsternschöne däucht, Can. ein jeglicher that, wasihm recht dauchre. Richt. 17. Da däuchten ehe-dem scheinen bedeutete, so spricht die Analogie diesesWortes für den Dativ. Dünken ist zwar in demStamme mit däuchten verwandt, aber in der Formverschieden, und wird häufiger mit dem Accusativsals mit dem Dative gebraucht: 8ie ciunket mir^Iicn,Willer. einem jeglichen dünkec seine A)egerein seyn, Sprichw. 16; ein jeglicher, was ihmrecht dünker, 5Mos. 12; dünkec sie solches un-möglich seyn ^ Zach. 8; du dünkest dich un-glücklich, Dusch. Da bey beyden der Sprachge-brauch selbst im Hochdeutschen getheilt ist, so gehet

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