Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
438
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4Z8 '.Th. 4-Abschn. Syntax.

fache trauen und zutrauen werden gleichfalls mitdem Dative der Person verbunden.

Helfen für befehlen, wird von vielen Neuernmit zweyen Accusativen, einem der Person und demondt'- n der Saci'e gebraucht: höre, was ich dichHeisse, i Mos. 27; wer hat dich das geheissen?wer heißt dich solche Sachen? Gell. Da zweyAccusauvc düser Art ein wahrer Fehler in einer je-den Sprache sind, weil der eine wider den klaren Be-griff dt 6 persönlichen Gegenstandes ist, auch die Ver-Handlichkeit der Rede dabey leidet; so ist es kurzsich.tige Pedanterey, sie da einführen zu wollen, wo dieSprache sie nicht hergebracht hat, bloß darum,weil die lateinische Sprache sich nicht auf diese Artausdruckt. Man folgt daher richtiger der gewöhn-lichen Analogie, welche die Person in den Dativ seßt,wenn die Sache in dem Accusativs stehet: der Herrhars ihm geheissen, 2Sam. ,6; der Rönig hates ihm geheissen. Der Herr hieß ihm verkau-fen sein N)eib, Match. 18. Aber ganz richtigsagt man, mit Einem Nennworte, heiß ihn kom-men, habe ich doch den Narren nicht kom-men heissen, Less. Gott hat mich wandernheifsen, iMos. 20; der Rönig hieß ihn bin-den; wie man sagt, laß ihn gehen, ob mangleich sagen muß, laß es mir, weil hier der Accu-sativ der Sache oder des leidenden Gegenstandes,mit dem Infinitive verbunden wird. Die Unrich-tigkeit des Accusatives der Person erhellet noch deut,licher, wenn man das Verbum in das Pussivum seßt.Da ich nicht sagen ckann, ich bin die Sache ge-heissen worden, sondern schlechterdings sagen muß,die Sache ist mir geheissen worden, so muß ichauch sagen, ich hcissc es dir.

Helfen,