Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
442
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442 i.TH. 4. Äbschn. Syntax.

ich werde von vielen teuren angegangen, ichwerde in den Finger gestochen; folglich, dasAind liebkosen, einen angehen, einen in dieFinger, in die Fersen stechen. Aber nicht, ichbin geholfen, geheissen, berichtet worden, son-dern, mir wird geholfen, mir ist berichtetworden, das ist ihm geheissen worden, folg-lich, einem helfen, einem etwas berichten, heistsen. Finden im Passiv» beyde Casus Statt, so er-hellet, daß auch im Activo die Person in den Accu-sativ creien kann, in welchem Falle aber die Sachein dem Genicive stehen muß: die Sache ist mirversichert worden, und ich bin dessen ver-sichert worden; folglich, einein etwas versi-chern, und einen einer Sache versichern.4. Dativus §. 725. Es ist bereits §. 6z8 bemerket worden,Lommodi. haß der Dativ der persönlichen Pronominum in dervertraulichen Sprechart oft eine sehr entfernte Be-ziehung bezeichnet, welche im gemeinen leben oft ineinen vertraulichen Pleonasmus übergehet: duwirst nur ein feiner Mann werden, nach mei-nem Urtheile; das war dir eine rechte Lust, ichversichere es dir. Nahe ist damit der Gegenstanddes Nutzülis der bewegenden Ursache, der Gegenwartu. s. f. verwandt, welchen die höhere Schreibart gerndurch den Dativ ausdruckt, dagegen die gewöhnlichein den meisten Fallen dafür eine Präposition ge«brauch: dir grüner Berg und Thal, dir läu-tert sich die Luft, für dich, Opiß; dir schmücktdas fromme Mädchen sich, bey seinem Mor-genlicde, für dich, um deinetwillen, Raml. dirficht der sorgenvolle Greis, 0 Stifter der Ge-schlechter, zu dir, eben ders. laß ab, laß ab,schon blutet dir das Opfer, vor dir, Zach, wiean der Drust ein früh unglücklich Mädchen

dem