Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
449
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r.Kap. 8. Verbum u. Subst. §.7zo. 449

Siehe §. 707, vergl. mit §. 607 f. W?il hier ei-gentlich ein gleiches Verhältniß der unmitk>'lbarenWirkung Statt findet. 2. Wenn der Umstand derZeit oder Wiederholung außer dem sachlichen Gc- ^gensiande durch den Acclisativ bezeichnet wird; die-ses Jahr wird er uns nicht besuchen; ich seheihn alle Tage; ich habe ihn drey Mahl gese-hen. Weil hier eigentlich ein Einstand und keinVerhältniß ausgedruckt wird. S. den sola>nden §.Wir haben es hier bloß mit denjenigen Verbis zuthun, welche zwey verschiedene Verhältnisse durch denAccusativ bezeichnet wissen wollen. Düse sind nundem gewöhnlichen Gebrauche nach folgende wenige.

Bitten, nur selten: eines bitte ich dich; die-»fes bitte ich dich. Am gewöhnlichsten wird sücden Accusativ der Sache die Präposition um ge-braucht: um eine Sache bitte ich dich; darumbitte ich dich; er hat mich darum gebethen,wo niemand sagen wird, er hat es mich gebethen.

Fragen, nc >ch seltener: einen etwas fragen;eines frage ich dich; er fragte mich bald dießbald das. Auch hier sind die Präpositionen umund nach gewöhnlicher, und müssen stehen, wenndie Sache, nach welcher man fragt, durch ein Sub-stantiv ausgedruckt wird.

Heissen und Kosten. Daß diese Verba von ei«tilgen aus einem Mißverstande gleichfalls mit zweyenAccusativen gebraucht werden, ist bereits bey demDative getadelt worden. Richtiger gebraucht mansie mit dem Accusativs der Sache und dem Dative derPerson; weil keine Ursache vorhanden ist, warumman gerade diese beyden Verba von der gewöhnlichenAnalogie ausnehmen sollte.

R5.l.D.Spr.ll.v. Ff Lehren,