Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
451
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i. Kap. 8. Verbum u. Subst. §. 730. 45!

von einigen geschehen: jede Rettung die ihm dasGegentheil lehret, Herd. Die Diene im Zxor-be bauet mir 0er tVeisheit, die >^gcria ihremZ^uma nicht lehren konnte, eben Vers.

Sagt Sterbliche der Sphären ihre Zahlen

Und lehrc dem wilden winde seine» Lauf, Raml.

Bey den beyden vorigen Verbis fragen undbitten ist der doppelte Accusativ aus eben dieselbeArt entstanden. Man gebraucht sie mit dem Accu-sa'iv der Person, entVeder ohne Sache, ich bittedich, ich fragte ihn, oder man gibt der Sache einePräposition, :ch bitte dich darum, ich fragteihn nach der Sache. Erst später, wen» die Sa-che durch ein Zahlwort oder Pronomen ausgedrucktwerden mußte, setzte man auch dieses in den Accu-sativ mir Boybehaltung des erster«: dieses frageich dich, eins bttte ich dich. Da Heisien, wennes befehlen b.deutet, und kosten, auch diesen Grundnich einmahl vor sich hoben, so ist der doppelte Ac-cusativ hier desto v.rwcrfiicher.

Noch ein Beweis, wie wenig die Bezeichnungverschiedener Verhältnisse durch zwey Accusativ , derDeutschen Sprache angemessen ist. Wenn ein Ver-bum im Activo den Accusativ erfordert, so gehet dersel-be im Passwo in den Nominativ über: ich schlagedich, und du wirst geschlagen. Erfordert e5 imAcrivo zwey Accusativ? eines und eben desselben Ver-hältnisses, so gehen im Passwo auch beyde in denNominativ über, er wird Vater genannt, dasIxind ist Johannes getauft worden. Aberwer getrautt sich zu sagen, ich bin die Sache ge-heissen worden, und sagt nicht vielmehr, die Sa-che ist mir gcheissen worden^ Zwar haben eini-ge gewagt zu sagen, ich bin die Mustk geleh-

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