Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
545
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Ä.Sap. Von d. Folge d. Wörter. §.800. 545

Nominativ, welcher eigentlich zwischen ihnen unddem Verbo stehen müßte, hinker dasselbe treten muß.Ein mehrereö sehe man im folgenden bey der In-version.

Hierher gehöret auch der Fall, wenn in der relä-tivischen Rede, der Sah, welcher die Anfühmng ent-hält, einem oder Mehrern Worten nachgesetzet wird;du Thor, spracb ich, du bekriegest dich, für,ich sprach, du Thor u. s. f.

z. Verbindende Wortfolge.

§. 8oo. In dieser Art der Wortfolge wird das EMWngVerbum, d.i. daö Verbum finitüM, als das wahre derselben»eigentliche Verbum, bis an das Ende der Rede ge-worfen, und nimmt daher seine Besi.mmungen als-dann nicht nach sich, sondern allemahl vor sich. Sieheißt die verbindende, weil sie nur nach verbinden-den Und relativen Wörtern, besonders nach solchenPartikeln gebraucht wird, welche daher allemahl denAnfang machen, und die übrigen Bestimmungen desVerbi zwischen sich und demselben in die Mitte neh-men. Ich habe unsern Freund in langer ZeitNicht gesehen, ist die natürliche Wortfolge; hastdu unsern Freund in langer Feit nicht gese-hen^ die erste abweichende oder frag-nde; weil lchihn in langer Feit nicht gesehen habe, diezweyte abweichende oder verbindende» Daß dieseVeränderung von den Partikeln, die sie veranlassen,herrühret, ist wohl gewiß; daß sie voran stehen müs-sen, weil sie dem ganzen Satze zur Verbindung die-nen, läßt sich auch leicht begreiffen; daß dadurcheine Veränderung der Wortfolge nothwendig ge-macht wird, weil etwas Unselbständiges in die Stelledes Subjectes gesetzt wird, ist gleichfalls nicht schwereinsehen. Nur das bleibt noch dunkel, warum manAdcl.iL.Spr.U.L, Mm eben