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Bd. 2 (1782)
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i.Kap. Allgemeine Grundsätze. §.14. 665

z.B. Ränzel, Dizier, oder Canccl, N>essirt2. Ob man die aus solchen Sprachen, welche anderssprechen als schreiben, entlehnten Wörter nach derAussprache oder nach der in ihrer Sprache üblichenArt zu schreiben, schreiben müsse; z. B. Rarral-lier, Scheine, oder Cavallier, Genies z. Obman die au6 dem lateinischen entlehnten Wörter aufihre eigene Art oder nach Deutscher Sitte schreibenmüsse; z.V. Zizcro, Zitation, Zepter, Rats,oder Licero, Scepter, Limcion, Cars:' Und 4.Ob man die aus dem Griechischen HeistammendenWörter ausGriechische, oder ans lateinische, oder garauf Deutsche Art schreiben müsse; z. B. B.atechis-mus, Nadmus, Zxerberus, Filosofie, oderCa--rechismus, Ladmus, Cerberus, Philosophie^Es koinmt hier darauf an, die allgemeine und mög-lichst leichte Verständlichkeit mit der Aussprache, undder jedem Worte eigenen Schrift auf eine geschickteArt zu verbinden, und da wird sich zeigen, daß dasbisher in solchen Fällen üblich gewesene Verfahren dieser Absicht am nächsten kommt, wenigstens vor allenvorgeschlagenen Neuerungen sehr große Vorzügehat. Folgendes sind die Grundsähe, welchen Deutsch-land bisher in diesem Stücke gefolget ist.

Die fremden Wörter, welche in dem Zusammen-hange der Rede vorkommen, sind von gedoppelterArt, entweder sie haben bereits das Deutsche Bür-gerrecht bekommen, d.i. sie gelten für ächte Deutsche Wörter, und sind alsdann gemeiniglich auch aus ei-ne oder die andere Art Deutschen Wörtern ähnlichgemacht worden, wie Lieder, Pulver, Kinie, !Va-rerie, Fabel, Artikel, Pflaster, Ränzel, Prie-ster, Aberraute, Abenteuer, und hundert anderemehr. Und da ist kein begreiflicher Grund vorhan-den, warum man sie nicht nach der einmahl überall

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