666 2. Th. Von der Orthographie.
angenommenen und jedermann verständlichen AuS-spräche schreiben sollte. Ich wüßte auch niemanden,dem es eingefalln, wäre, Leber, L.mee, iLmpla-fter, Cancett, Presbyter, Abroranum, oderwohl gar Lebris, pulvis, u. s. f. zu empfehlen.Mit dicfen Wörtern hat es also auch keine weitereSchwierigkeit.
In völlig gleichem Falle befinden sich manche bi-blische Nahmen, welche durch die alten Übersetzungen,in einer oder der andern abweichenden Gestalt gang-bar geworden sind: Moses , Ijaac, Israel, Ab-salon, Ahasvcrus, Arrhasafta, Gssen, Ja-cob, Astur, Hiskias, Josua, Jerusalem , u. s. f.welche in dieser Form allgemein bekannt, und Ge-lehrten und Ungclshrtcn gleich verständlich sind. Eswürde daher die allgemeine Verständlichkeit, die ersteund höchste Absicht der Schrift und Sprache, siö.ren, wenn man dafür die wahren Formen Mo-scheh, Iiychak, Iisrael, Abschalom, Aha-schaverosch, Arrhaschschascht, Goschen, Ia-hacob, ?lschschur, Iechizkijahu oder Chizrija,Iehoschua!) oder Jeschuäh und Jeruschaläjim,einzuführen suchen wollte; welches uberdieß nichtden begreifflichen Nuhen haben kann, weil morgen-ländische Sprachen und Wörter nur sehr wenigen inder Nation bekannt sind, daher ihr wahrer Bau zurallgemeinen Verständlichkeit nichts beytragen, wohlaber dieselbe aufheben kann.
Wieder in eben demselben Falle befinden sichviele morgenländische eigene und Gattungönahmen,welche durch die Kreuhzüge, Kriege mit den Türken,und Reise» nach Constantinopel und Palästinam un-ter den Deutschen bekannt geworden sind: Ottosmannen, Dttomannisch, Muselmann und
Muftk,