670 2. Th. Von der Orthographie,
lichkeit, weil die dunkele Empfindung, die einigejchrmeisterinn in allen Sprachen, ihnen sagt, daßein weit größerer Vortheil dadurch erhalten wird.Es sollte daher allem Ansehen nach gar kein Zweiffelmehr Statt finden, wie dergleichen Wörter, sie seyen«un eigene oder Gacrungsnahmen zu schreiben sind,wenn sie ini Deutschen gebraucht werden müssen.Indessen ist e6 doch einigen, zum Glück aber nureinigen wenigen eingefallen, welche, um doch auch et-was neues auszusinnen, den Vorschlag gethan ha-ben, künftig nickt mehr Voltaire , Chalons, Jour-nal, Cavallier, Caen, Laon , Cl?ishull, Ge-nie , u. s. f. sondern der Aussprache nach XVoltär,Gchalong, Gchurnal, Narvallier, Zxahn,Lahn , Tschishull und Scheute zu schreiben.Wie sehr bey dieser seltsamen Art zu schreiben diemöglichst leichte Verständlichkeit leidet, erhellet dar-aus, weil der jeser solche Wörter allemahl in Gedan-ken in ihre eigenthümliche Schrift versehen muß,wenn er sie verstehen will. Der Grund, welchenman zum Behuf dieser Neuerung angeführet hat,Ungelehrten die Aussprache dieser Wörter zu erleich-tern , ist sonderbar genug. Solche Ungelehrte, wel-chen die neuern Sprachen ganz sremd sind, habenselten mit solchen Nahmen und Wörtern etwas zuschaffen; und wenn es ja der Fall seyn sollte, so istes besser, sie sprechen selbige so aus, wie sie wollenund können, als daß man dem größern und edlernTheile durch seltsame Neuerungen ein Ärgerniß wer-de. Auf eine anständigere Art würde man für dieVerständlichkeit des ganz ungelehrren ieferS sorgen,wenn man sich aller solcher fremden Wörter enthielte,welches wenigstens bey GattungSnahmen sehr leichtmöglich ist»
Ich