Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
673
Einzelbild herunterladen
 
  

i.Kap. Allgemeine Grundsätze. §.15. 67z

roussel, Cartcl, Ceremonie! u. s. f. und sprichtdoch der Lade«, des Caderren, das Cabinett,des Cabinettes, Billett, die Billette, das Car-rell, die Carrelle, u. s. f. Billig sollte man dieseAussprache auch durch die Schrift bezeichnen, zu-mahl da dadurch die nächste Abstammung nicht ver-dunkelt, auch dem Worte sein eigenthümliches An-sehen nicht benommen, sondern nur der Ton nachDeutscher Art gesichert wird, damit man nicht ge-dehnt, des Caderen, die Carrele spreche.

Auf eben dieselbe Arc werden auch die aus derlateinischen Sprache entlehnten Wörter, wenn siedas Deutsch? Bürgerrecht erhalten haben, nachDeutscher Sitte lind Aussprache geschrieben: pal-last, Sraar, Engel, Zeprer, Zentner, Sklave,Pöbel, Kammer, Arone, Aanzel, Ranzel-ley, Aamcel, oder noch besser Z?.amehl, Zxamin,Fasan, Alaun, Bischof, Pflaster, u. s. f. Obman sie gleich sonst gern ihrer ursprünglichenSchreibart so nahe als möglich ist zu bringen sucht,so fern solches ohne Nachtheil der Aussprache gesche-hen kann; A'lnosen, Sylbe. Ehedem schriebman pabst und probst von t^pn und I'i g»poliruz,die Dehnung der Vocale durch den weichen Conso-nanten zu bezeichnen; allein da dieser kein sicheresZeichen der Dehnung ist, (Siehe Lchrgeb. undSpracht. Th. r. §. 90.) so schreibt man sie jehf lie-ber der Abstammung gemäßer mit ein?m p. Alleübrige Wörter hing-gen, welche das Deutsche Bür-gerrecht nicht erhalren, und« allenfalls nur eine Deut-sche Endsnlbe bekommen haben, werden, dirse End-sylben ausgenommen, auf lateinisch? Art geschrie-ben , theils die möglichst leichte Verständlichkeit fürdas Auge zu erhalten, theils auch um des guten Ge-schmackes willen, welcher die Vermischung der Spra-AdeI.jO.Spr. U.V. Uu chm