Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
679
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i.Kap. Allgemeine Grundsätze. §.16. 679

Überzeugt werden müssen, daß er das allgemeineSchreibegeseß, schreib wie du sprichst, mit derAbsicht des Schreibens, der allgemeinen und msgsliehst leichten Verständlichkeit, und der darinngegründeten nächsten Abstammung sehr gut ver»bindet. Ist das Verfahren nicht in allen Fälleneinerley, so muß man bedenken, daß die Sprachenund übrigen Umstände so sehr verschieden sind, daßeine völlige Allgemeinheit nicht möglich ist. Mußdoch das allgemeine Schreibegesetz, schreib wie dusprichst, selbst in wirklich Deutschen Wörtern umder Absicht der Schrift, der allgemeinen Verständ-lichkeit willen, auf mannigfaltige Art bestimmetwerden, wie aus dem folgenden erhellen wird; wievielmehr in Ansehung fremder Wörter, welcheschon an und für sich nicht so allgemein verständ-lich sind und seyn können, als ächte Deutsche, unddaher eine desto sorgfältigere Bshandlung erfordern,wenn sie nicht noch dunkler werden sollen, als sie be-reits sind.

§. 16. Nach dieser nothwendigen Ausschweifung Der all«-»Von der Art, wie die in dem Zusammenhange der meinen be-Rede vorkommenden fremden Wörter geschrieben sten Aus-werden müssen, kehren wir wieder zu den eigentlichDeutschen Wörtern zurück. Im vorigen ist be- "'reits überhaupt bewiesen worden, daß das allgemeineSchreibegeseh, schreib wie du sprichst, durch diehöchste und einige Absicht der Schrift, die allgemei-ne und mSglichsi leichte Verständlichkeit auf verschie-dene Art theils eingeschränket, theils näher bestimmtwird. Die erste und einige Einschränkung in An-sehung Deutscher Wörter ist denn diese, daß man z.der allgemeinen besten Aussprache im Schrei-ben folgen mttsse.

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