der VSrttchmsrM Iubelschriften. z i
daß sie allerhand Schäften auf Holtz, Steine undMetalle eingraben konnten, welche sie hernach ver-möge einer dicken Farbe abdruckten Gegen das Jahr1450. waren sie so weit gekommen, daß sie auf diessArt ein Alphabet, einen Donctt und Iohannis?a-nuensis csclioNcon verfertigten, woraufhernach ei-nige Bücher mehr folgten, absonderlich das beruffe-ne 8^ecu!um KumsnT ^jutis. Dieses alles warenalso weiter nichts, als Holtzschnitte, die man nichtmehr, wie die Chinesischen Holtzschnitte, als zumAbdruck einer cintzigen Seite, und eines emtzigenBuches brauchen konnte, welches sehr kostbahewar. Alsdenn schnitten sie gcmtzs Wörter, Sylbenund Buchstaben von ihren Tafeln ab und setzten siswieder znsammen, etwas neues damit zu verfertigen.Aber auch dieses kostete viel Zeit, Mühe und Geld.Gleichwohl musten sie sich damit behclffen, bis Gchöf-fer die Kunst Littern zu giessen ausgegrübclt hat, wiewir sie noch heut zu Tage haben. Als er nun Fau-sten ein gantz gegossenes Alphabet zeigte, so erfreu-te sich dieser dergestalt darüber, daß er ihm seineTochter zur Frau gab und sich mit ihm verband.Unterdessen gab sich Guttenberg Mühe eine Dinte,oder vielmehr eine Druckerfarbe, zu erfinden, wie-wohl ihm dieses einige absprechen, und ebenfallsSchösse:« zuschreiben. Sie packten demnach ihrehöltzerne Buchstaben zusammen und brauchten selbi-ge zu weiter nichts mehr, als guten Freunden zu zeu-gen. Hierauf fiengen sie eine Probe mit ihren ge»gvssenen Buchstaben zu machen an. Sie drucktendie Cöllner Chronicke, eins Bibel und das bereits inHoltz geschnittene csüiuüLon zum andern mal, je-doch ohne Benennung des Olts und der Zahrzahl.