fang der allerersten Fabel von ihnen waren. Denn daßMuse für nusse , es für er, verdruckt fey: das verstandsich von selbst. Was war also natürlicher, als der Ge-danke, ob das Bambergische Fabelbuch nicht wohl nochmehrere von jenen Fabeln enthielte ? ja, ob es wohl nichtgar im Grunde weiter nichts, als ein früher unbekannterAbdruck derselben sey?
Ich hatte gleich damals, durch meine Freunde mBraunschweig , sehr bald und leicht hinter die wahre Be-schaffenheit kommen können. Doch, dachte ich, wer willeine jede solcher Spuren selbst verfolgen? Hier ist deut-lich genug darauf gewiesen; der Fingerzeig wird mchrcrnin die Augen fallen: und wir werden bald hören, woranwir sind.
Nur als ich selbst nach Wolfenbüttel kam, erinnerteich mich sogleich, daß das, wovon ich ganz gewiß ver-muthet hatte, daß es auch ohne mich geschehen würde,dennoch bisher unterblieben sey. Und da wäre es denn.ohnsireitig mehr Lässigkeit, als Enthaltung gewesen,wenn ich es nicht mit eines von meinen Ersten seyn lassen,mich auch hierüber durch meine eigene Augen des Gewis-sem zu belehren.
Es geschah: und mit dem ersten Blicke, den ichauf das alte Buch warf, war die Sache entschieden. Ichfand nehmlich, zu meiner nicht geringen Freude, in derThat und Wahrheit, daß dieses zu Bamberg schon 1461gedruckte Fabelbuch, schlechterdings nichts anders alseben die Sammlung alter Fabeln ist, welche erst Scherzund dann die Schweißer herausgegeben; unwissend, daß
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