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eö diese Benennung führen könnte. Und was läge dar-an , wenn es weiter nichts wäre? Allein, was den»Gudius noch immer Kimicius, höchstens Kemiccius»heißt, das nennt er weiter hin Komulius. Ja damitwir nicht zweifeln können, daß er ein und eben dasselbeWerk meyne: so sagt er ausdrücklich (^), Komulius, ii-ve» ut IXeveletio voc-ttur, Kimiccius. Und hier hebtdie Verwirrung an.
Sie war auch schon ziemlich auf das Aeusscrste ge-kommen, alsIoh. Fr. Nilanr 1709 alte Fabeln her-aus gab, in welchen er ebenfalls mißgehandclte Gliederdes Phädrus zu erkennen glaubte. Increäibiliz, sagt erin der Vorrede, viäedÄtur virorum 6oÄorum KuÄu-itioin multiplicstione nominum et peisongrum; czuippec^uum /io>»«??// vel /i^??»«//«/ live /iovia//«/, live^intt'ccl'tt/ vel KeMirrtt/ live KLM/cci«/, cZeniquevel Ki«tt^ttt/ suälZt, tzm etizm itta nomins nunc uni,nunc 6uzi,u8 personiz tribuuntur. Denn da er jenenganzlich anonymen Fabeln eine andere ahnliche Samm-lung aus einer Handschrift beyfügen wollte, die den Na»wen des Romulus führte: so konnte ihm nicht langeverborgen bleiben, das Gudius schon einen solchen ge-schriebenen Romulus vor sich gehabt habe, den er fürden gedruckten Rimicius des Neveler gehalten. Undso, indem er diesem nachspurte, um gewiß zu seyn, daß erkeine vergebene Arbeit unternommen, geschah es, daß ersich von einer Seite der Wahrheit um einige Schrittenäherte, und auf der andern sich um so weiter von ihrentfernte.
Nilam
(*) »6 ?»l>> 15. I.!b. III.