Zeitschrift 
Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
Seite
50
Einzelbild herunterladen
 

meyntc Romulus des Rimicius mußte vermuthlichverfälscht styl?, damit der Ro;nu!us des Nilanc nurallein für den echten, auS einer Handschrift treulich gezo-genen Ronmltiv gellen könne.

In wie weit die Gelehrten, nach den: Nilam, sichdiese seine Entscheidung gefallen lassen, darum will ichwich itzt nicht bekümmern» Der altere Burmann schiensich ganz und gar nicht daran zu kehren; denn cr fuhrfort, den Romulus jener altern Ausgabe RlmiciUr. zunennen, so oft er ihn unter seinen aus ihm mit zum Theilhergestellten Fabeln anzuführen Gelegenheit fandUnserm.LHriA hingegen, als er einen ahnlichen aber küh-nern Versuch wagte, war der Nilantsche Romulus einzigund allem Rc>Mtt!us (^). Und so, oder so, hielteneS mehrere»

Man weiß von dem Knoten schon genug, um nachder völligen Auflösung desselben begierig zu seyn, die sichwie von selbst darbieten wird, wenn ich vorher zweycrleywerde erwiesen haben. Vors ers?e, daß der Romulusin der alten Ulmer Ausgabe, welchen Z^evelec Nimieiusnannte, ein völlig eben so guterRomuluS ist, als!77ilanrnur immer ans i.icht gebracht. Zxve^rcttv, daß Rimi-cius

< -) Nehmlich in dein ^ppenälcs kabi?larum, der sich bey derzweyten Auflage seines PhadruS in 8 befindet. Und in derVorrede zu eben dieser Auflage:^adnI.iZ ^slvpms, livea liimicio, live ^Komulo, live a c^uocnmczus elakui^tas.

( "") Ich will sage», daß er in seinen zwey Büchern kabulm-ninveternm, ^esoplarnm, den Romulus in der alten UlmerAusgabe nie zu Rathe ziehet; welche alte Ulmer Ausgabeihn, aber auch nur zur Halste bekannt gewesen. Wie dieseszugegangen, wird man in der Folge sehen»