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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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nr.d' wir hätten diesen, ohne den geringsten Verlust ent-behren können. Denn war die ^cidner Handschrift auchnicht jünger, als die von Dijon : so war sie doch gewißVN? einein weit elcndcrn 'Abschreiber, der nicht allein vierBücher in eines schmelzte, und alles daraus wegließ,was ihm nicht anstand, sondern auch den kurzsichtigenMönch bey aller Gelegenheit zeigte» And daß dieseMönchsspuren sich weder in der Handschrift von Dijon ,noch in der alten gedruckten Ausgabe finden, erweckt'für beide kein schlechtes Vornrtheil. Ein Exempel" wirdes zeigen, was ich unter diesen Mönchsspuren verstehe.Man nehme die siebende Fabel nach dein Nilant, welchesdie sechste im ersten Buche des Phädrus ist.Ein Diebmachte Hochzeit, und Acsopus erzählte, in welches Schre-cken einst die Frösche gerathen waren, als die Sonne hcy-rathen wollen.,, Dieses will auch Romulus nach seinerArt erzählen, und schickt die Moral voraus: 2 Z^sturanemo mutMur, 5s6 c!e malo pejor nalÄtur. So lautet-sie in dem alten Gedruckten: so lautet sie in dem Manu-skripte von Dijon . Und wie bey dem Nilant? n-n-uranulia Lre?.tura mutatur excepto I-Iomine et Hn^elo:secZ cliQu üepius 6e malo pejor nslcltur. Die Moratist ftcylich i-icht wahr: aber ihr so nachhelfen, sie so be-richtigen, das konnte nur der dümmste von allen Mön-chen. Und so an mehrern Orten. Der bessere Romulusschrieb zu Anfange seines zweyten Buchs: Omne genus.ts'vulsrum probgtur contra nomme:;. (^uis em'm ms-jus nili Kc>mc>? quis donus nili nomo? Nun höre,man den Romnlus des Nilant: Omns Aenns ^izu!srumline cludio 6ire5o ttsmite 36 liomines resertu?^ ri.cmv

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