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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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enun potelr cl?e bonu5 mnlus, non nill Komo; 6e Oec»enim er ^n^ell8 non est nobis sermocinatio. Der

bessere Nomnlus zieht, ans der bekannten Fabel von derMatrone zn Ephesus , die Lehre: L-ilra elr illz muiierczuT imporrunum non parirur. Er hatte eben diese sau-bere Lehre in der vorhergehenden Fabel mit den Wortenausgedrückte knminz null!, se imvorruno ne^oil. Zcl)znag diese Lehre auch nicht zn der meinen machen. Aberwas mcynct man, mit welcher andern Lehre sie der Ro-mulus des Nilant vertauscht? ^mmoner suosequensk'a-nul.i, c^uoci nakenr Iiomines mortui, c^uoci rimeant poltmorrem, er non quoä cjolesnt. Die Fabel von derMatrone zu Ephesus ! Wenn überhaupt die Fabelndes Romulus noch nicht waren, gedruckt gewesen, so hatteNilant mit den seinigcn Dank verdient. Aber da sie langstgedruckt waren, weit vollständiger und unverfälschter ge-druckt waren: wäre es nicht besser gewesen, wenn cr denalten Drnck, mit den Lesarten seines Manuskripts, wiederhatte auflegen lassen? Er scheinet so etwas selbst empfun-den zu habcu. Denn cr bekennt nicht allein in den Notenzu seinem Romulus, daß der alte Romulus sehr oft ge-drungener, schicklicher und lateinischer sey: sondern weil seinRomulus auch nur 45 Fabeln hat, der Ulmcr Romulusaber Zc>, so fügte er auS diesem noch einen Anhang hinzu,mit folgender Vorerinucrung. 8ccjnenre8 Kabuls repe-riunrur cmocme apuä eclitum Komulum, cujus ne cmic!cjeliclererur, er qu!a nonnuÜT ?NT6ri plirgses cliterteexliibet, e38 in polrremo g^rnine colloc^vi. Aber auchso kommen wir nicht ohne Schaden davon. Denn da,wie gesagt, sein Romulus nur 45 Fabeln hat, nnd in. ' diesem