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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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^elopus conlecerit ninc vel Maxime conjeÄar!licer; nam in clescribencio sgbulzs cum lequatur or6i-nein ^Isznaketi, in m's NX cleticiunt literT^cc. Und die-ser Umstand von der alphabetischen Ordnung, welcher inden Fabeln des Romulus auf keine Weise merklich ist,würde, meyne ich, schon allein gnugsam beweisen, daß esnicht diese sind, sondern daß es die gewöhnlichen griechi-schen Fabeln dcsAesopus seyn müssen, so wie wir sie ihrhaben: wenn mich auch nicht der Augenschein anderweitsdavon überzeugt Hütte. Denn es ist mehr als eine spä-tere Ausgabe von den Fabeln des Aesvpus vorhanden,worinn sie vorkommen, die Rimicius übersetzt hat; und.unter seinem Namen, mit seiner Vorrede vorkommen.Ich will statt aller nur die Sammlung des Dorpiusnennen, wovon ich einen Frankfurter Druck von 1587 in8 vor mir habe. Zn diesem folgen die Fabeln des Ri-micius unmittelbar auf die, welche L.aurenriUS Vallaschon vor ihm übersetzt hatte, und gehen von der Z7Zte>lbis auf die 472^. Es sind deren also gerade hundert,die ich anfangs lediglich von den altern 149. AcsvpischenFabeln zu seyn glaubte, welche wir die Plaundeisthettzu nennen pflegen. Denn ich urtheilte so: die übrigen148 Aesopischcn Fabeln hat Z^leveler erst 1610 zuerstherausgegeben, und er nennt sie ausdrücklich nunqusmKzctenus eclitss. Wie kann also eine von denen unterden Fabeln des Rimicius sich finden, die bereits 1476sollen gedruckt seyn, und die ich hier wirklich wenigstensvon 1Z87 vor mir habe? Allein ich sahe mich, zu mei-ner nicht geringen Befremdung, betrogen , als ich unterden hundert Fabeln des Rimicius mehr denn dreißig

Zählte,