meisten und glücklichst!,'!? Nachahmer gehabt, waren, bis-gegen daS Ende des fünfzehnten Jahrhunderts unscnrVätern völlig unbekannt, und kamen, so wie aus Grie-chenland nach Italien, also ans Italien nach Deutschland »
Und, wie gesagt, aller Wahrscheinlichkeit nach, zuerstin- dcrUebcrseßung desRimicius; aus welcher auch sofortdiejenigen Fabeln, die ganz neu waren, wovon sich nichts-ahnliches bey jenen barbarischen Nacherzählen! fand, ih-neu beygefügt, und den allgemeinen Fabelbüchern einver-leibet wurden.
Ein solch allgemeines Fabclbuch war denn auch das,welches Nevclcr vor sich hatte, und welches in seinerHand die Veranlassung zn den nachher so oft, und gleich-wohl so ohne Grund, verwechselten Namen desÄomulusund Kimicius wurde. Soll ich kurz sagen, wie es daöwurde? Weil Neveler ein junger Franzose war, derganz gewiß kein Wort Deutsch verstand; und viel znstolz, viel zu voreilig war, als daß er sich hatte lange er-klären lassen, was er nicht verstand.
ZlTlevclcr sagt, wie oben schon angeführt worden,daß dieses alte Fabelbuch zu Ulm gedruckt gewesen, unddaß es die Fabeln des Aesvpus, des Aviauus und seiue6Anonymus, lateinisch und deutsch enthalten. An einer«ndcrn Stelle, nehmlich in den Noten über seinen Anony-mus, bey der Listen Fabel, wo sich in dem alten Werke-ein zweytes Buch anfängt, fügt er mit ausdrücklichenWorrcn hinzu, daß er Rimicius Heisse, welcher sowohldie prosaische lateinische Ueberscßung dieser, als auch die
deutsche