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sa'it habe, daß Neveler nur ein wenig Deutsch hatteverstehen dürfen, um uns eine Verwirrung zn ersparen,welcher in den angeführten Worten auf alle Weise vorgc-- ba'^et ist? Nichts kann deutlicher als der Inhalt; nichtsausdrücklicher als der Uebersetzcr angegeben seyn. Nichtein Italiancr, nicht Rimicms ist der- Urheber dieserdeutschen Übersetzung: sondern Heinrich Scemhön?el.Nicht vom Rimicius wird gesagt, daß er die Fabeln desAesopus übersetzt habe: sondern vom Romulus. DemRimicius wird lediglich nichts zugeschrieben, als die Ue-berscßung von dem i.cben des 2tesopus.
Was indeß!"?evc!cr aus diesem deutschen Vorbe-richte nicht lernen konnte, wie konnte er es aus dem Bu-che selbst nicht lernen? Er muß nicht die geringste Neu-gierde gehabt haben, es ganz nach der Ordnuug durchzu-blättern. Denn nur weiter.
Auch auf jenen Borbericht folget nicht sogleich dasteben des 'Aesopus, sondern zuvor noch eine kurze deutsche Anweisung, was und wie vielerlei) die Fabel sey. Und so-dann daneben: erst lateinisch; hernach deutsch. Es ist keinanderes, als das, welches man dem Planudes zuschreibt;nur von vorne herein, und vielleicht auch an andern Stel-len, um etwas verkürzt. Der lateinische Text lallst hintereinander fort: der deutsche aber ist, bey den darum vor-kommenden Histörchen und Mährchen, durch Holzschnittereichlich unterbrochen. Beide sind mit dem sechzigstenBlatte zu Ende.
Hierauf die Fabeln selbst: und zwar vors erste dievier Bücher der alten vorlängst bekannten Fabeln des Ae-sopus