tcio ii vere vel t?6te. Der Zweifel hat nur allzuviel Grund.Denn unter den siebzehn sind kaum zwey oder drey, dirtint soust bekannten Fabeln des Aesopus etwas ahnlicheshaben. Die übrigen alle werden nicht allein sonst nirgendsdem Aesopus beygelegt, sondern sind auch, welches dieHauptsache ist, so wenig in dem Geschmacke des Aesopus ,von so abentheucrlichcr gothischer Erfindung, daß sie auchnicht einmal Aesopisch heissen können; geschweige daß sievon dem Aesopus selbst seyn sollten. Ich will damitnicht sagen, daß ihnc-n alle Anmuth abgehet: sondern nur,daß sie nicht die Anmuth haben, welche man an alten undgriechischen Erfindungen gewohnt ist. Sie stechen daherauch nicht wenig mit denen ab, die nun kommen, undwelche wirklich aus dem Griechischen., und zwar vom Rt-Micius übersetzt sind.
Denn, wie ich schon gesagt habe, kurz vorher, alsZemer dieses Werk ausgehen ließ, war die obgemeldte.Ucbcrsctzung des Rimicms von dem i.ebcn und hundertFabeln des Aesopus, zu Mayland gedruckt worden. Dasie nun auch diesseits den Alpen bekannt wurde, und nichtallein das ^eben des Aesopus etwas ganz neues war, son-dern sich auch unter den hundert Fabeln verschiedene be-fanden, die eben diesen Werth der Neuheit hatten : waöWunder, daß man sowohl mit diesen, als mit jenem, diegewöhnlichen Fabelbücher in Deutschland zu vermehreneilte? Nicht, meyne ich, mit allen den hundert Fabeln;denn was war das nöthig, da die meisten schon bekanntwaren, und in der alten Uebersetzung des Row.uluö gele-sen wurden? Sondern nur einzig und allein mit denenaus ihnen, die Romullw nicht hatte. Was ich da ft?
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