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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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dieses die. Ursache, daß er das alte Buch des Nevclerharte, und auch nicht hatte. Dieses muß ich noch erklären.

Wie Neveler schon angezeigt, und ich mehr alseinmal bemerken lassen, so ist das Ulmcr Fabclbuch durch-aus mit einer deutschen Uebersetzung versehen, welche nicht,wie es ißt üblich, auf der andern Seite dem Texte gegen-über stehet, sondern stückweise, Fabel nach Fabel, einge-schaltet ist. Nun sind bey so einem Buche, das Grund-sprache und Ucbersctzung enthalt, noch zwey Veränderun-gen möglich, die ein Drucker oder Verleger nicht leicht un-terlassen wird zu machen, wenn er von der allgemeinenBrauchbarkeit des Buches selbst überzeugt ist. Er kann,ausser beiden zusammen, die Grundsprache allein; erkann die Ucbersctzung allein abdrucken lassen uud vcrkauf-fen: so hat er drey Bücher statt Einem.

Daß dieses nun hier Johann ZeiNer auch wirklichgethan, weiß ich Theils ganz gewiß, Theils kaun ich esmit aller Zuvcrläßigkeit schliessen.

Daß er die Übersetzung allein drucken lassen, weißich gewiß: denn ich habe sie vor mir. Sie ist ebenfallsin klein Folio, 119 Blätter stark, ohne das RegisterÜber die gemeinen puncrcn der mareri diß buchlis.Unter den gemeinen Punkren, werden die loci commu-nes, die Sittcnlchrcn der Fabeln verstanden: und diesesRegister findet sich auch bey jener Hauptausgabe, uudmw deutsch . Der Holzschnitt mit dem Aesopus fängt auchhier an ; aber anstatt daß hierauf dort nur die Aufschriftder von, Rimieius übersetzten i.cbensbeschreibung des Acso-PUs folgt, so folgt hier cme allgemeine Ansschrifr des

ganzen