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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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Trümmer eines Schriftstellers aus dem güldenen Zeitalter,eines Phadrus, oder wie er sonst geheißen, sehen undfinden wollen. In dem einen Falle sowohl als in demandern, ist vor allen Dingen nöthig zu wissen, wo er inseiner möglichsten Lauterkeit noch anzutreffen. Besonderswenn er einmal da ist; wenn ihn die Gelehrten in einerschlechter« Gestalt nicht gleichgültig aufgenommen haben:warum soll man ihn nicht in seiner bessern bekannt ma-chen dürfen?

Ja, wenn es wahr ist, was BurmatM sagt, daßnach dem Gudius sich niemand um den Phäder verdien-ter gemacht habe, als lTlilanr, eben durch die Ausgabeseines Romulus, und der übrigen alten Fabeln: wärees nicht noch Zeit, mit dem Nilant dieses Verdienst we-nigstens zu theilen? (*) Sollte es sich nicht noch der Mü-he lohnen, was man von dem Z^ilanr mit so vielemDanke in der Verstümmelung angenommen, in seinerVollständigkeit aufs neue ans Kcht zu bringen? Die ei-gentlichen Manuscripte des Phadrus, wenn es deren ge-geben, haben sich, wie es scheinet, gänzlich aus der Weltverloren. Denn wenn sie noch irgendwo vorhanden wa-ren, so würden sie sich damals, als Christ ihr Daseynin Zweifel zog, gewiß gemeldet haben. Ich meyne, inFrankreich , wo sie wahrscheinlicher Weise stecken müßten,

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