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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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Allein ich weiß nicht, welcher ungebetene Frennddem guten Schickard in den Kopf setzte, daß es ganzunschicklich seyn würde, wenn er sein Klöckchen eher zwölfeals zwey schlagen liesse, wie er sich sehr artig auszudrü-cken beliebte; das ist, wem er aller Zcitordnung zuwiderdie Tatarischen Regenten , die in der Gcschlcchtstafel dieletzten ohne einem waren, zu allererst vor so vielen altcrcrnbeschreiben wollte. Er besann sich also, ob er schon mitdem Drucke bereits wirklich einen Anfang hatte machenlassen, noch geschwind eines andern, und gab uns, anstattjener in Europa der Aeir noch so völlig unbekannten Sie-ger, das, was wir auf dem Titel seines Bnchs angezeigtfinden, und bey weitem so unbekannt nicht war: ich meyne,die Persischen Könige der vierten Dynastie; das ist, die-jenigen, welche auf die Arsacidcn, oder Parthischcn Be-herrscher Pcrsiens folgten, bis die Saracenen diesem Rei-che ein Ende machten. Denn das Vcrzeichniß derselben,wie er es hier mittheilte, ist nur wenig von dem unter-schieden, welches Teixeira bereits aus dem Mirksndbekannt gemacht hatte.

Indeß war auch das nicht zu verachten; und daGchickard ausser diesem sechsten Abschnitte jener siebzehn,auf den er sich umständlich einließ, auch die vorhergehen-den fünfe mitnahm, und überall eine Menge Dinge bey-brachte, die damals noch den ganzen Werth der Neuheithatten: so war es wenigstens ein Anfang, der alle mögli-che Aufmunterung verdiente. Auch dm siebenten Ab-schnitt