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schon eln Verdimsr, wenn der Litterator, der ihm nurMaterialien in die Hände liefern soll, durch den Verlusteines leidigen Bogens, einen solchen 'Argwohn sowohlihm, als dem, den er trist, ersparet.
Denn daß ich die Schrift selbst nun etwas naher be-schreibe, so ist sie ein kleines Gedicht von vhngefehr sechs-hundert Zeilen; und dieses Gedicht ist, seiner Einkleidungnach, die 'Apostrophe einer Nachtigall an das Haupt unddie Glieder des Reiches, nach dem verschiedenen Interesse,das sie an der Grumbachschen Sache nahmen, oder hat-ten nehmen sollen. Der poetische Werth desselben ist klein.Es war die uralte Gewohnheit der Deutschen, ihre Ge-schichte in Lieder und Reime zu verfassen: und diese Ge-wohnheit hat sich sehr lange erhalten. Daß sie nunmehrgänzlich abgekommen, mag vielleicht für den Geschmackganz gut seyn: aber für die historische Wahrheit ist es ge-wiß nicht gut. In diesen Liedern erschallte gemeiniglichdie Stimme des Volks; und wann geschehene Dinge nichtmit dichterischen Fabeln darinn ausgeschmückt waren, sowaren sie doch mit Empfindungen durchwcbt, die manwirklich dabey gehabt hatte. Für solche Empsinduugclrgiebt uns der heutige Geschichtschreiber kalte, aber weiniGott will, sehr zuverläßige Belage aus dem bedächtlichenKabinete; und wir finden uns trefflich verbessert. —
Der Verfasser sagt auf dem Titel, daß er den we-sentlichen Inhalt ans den Schriften Herzog JohannFriedrich des Mittlern gezogen habe. Ich sehe, daßer vornehmlich die Amroorr damit gemeynet, welchedieser Herzog, des Reichs abgesandren Sorschaff-
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