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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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ren ihre Sachen , so klein sie waren, ohnstrcitig bekanntergeworden, und langer bekannt geblieben. So aber wur-den sie gedruckt, und kamen mis den i.äden, um in denBibliotheken vergraben zn werden; und niemand konntesie anders, als durch den eignen Gebrauch, kennen lernen»Dergleichen kann itziger Zeit schwerlich mehr auch demmittelmäßigsten Gelehrten begegnen, was hier einem Ä0-charr und Huer begegnete.

Ja eben dieses muß vorher auch dem Grontts be-gegnet seyn. Auch Grotiuö muß sich in daS verschobeneGedicht nicht zu finden gewußt haben; anch ihm muß dieArbeit des Vulcanius und Morcllus nie zu Gesichte ge-kommen seyn : denn er hatte in seinem Exemplare der An-thologie das mißgehaudeltc Gedicht nicht allein unüber-setzt gelassen; sondern gar, es gänzlich durchstrichen.

Dieses lerne ich vom Clericus, der 170s vorhatte,die Anthologie mit der Uebersetzung des Grotius druckenzu lassen, und eben so wenig das Verdienst des Vulca-nius und Morellns um das Gedicht des Paulus Gilen-tiarms kannte. Denn er war gänzlich der Meynung,daß man die Entdeckung von Versetzung desselben in desStephanns und andern'Ausgaben, lediglich demHueriuoZn verdanken habe ().

Daß dieses nicht sey , hat nun freylich schon Fabri-cius angemerkt, dessen unbegreiflichem Fleiße weder diezwey ältern eigentlichen Wiederhersteller (^), noch dienoch ältere Metaphrasis, wie er sie blos nennet (^"'),

K ent-(") Llbl. ckoif. ^. VII. ?. 209.(") Libl. Qr. Lib. III. csp. -Z. p. 69?.

Ibiö. I.ib. V. csx. 5. leu Vol. VI. x. 2Zo.