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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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nicht blos weggelassen, sondern sie haben anstatt jener An-rede etwas, welches nur allein da stehen kann. Der Ton,ans den daS ganze Gedicht gestimmt ist, ist gegen die An-rede an einen Kayser.Du willst lernen, großmachtigerKayser Nun so gieb Acht So mcyncst du? aberso meyne ich. Thu also das Unterlaß also je-ncs. Wer hat jemals mit einem Kayser so gespro-chen ? Und mit was für einem Kayser hätte der Dichterso gesprochen? Gerade mit dem gelehrtesten von allenGriechischen Kaysern. Gegen ihn, gegen den Kayser Con-siantinus Porphyrogennetuö, hatte ein unbekannter Vcrösmann sich mit solchen Armseligkeiten ein solches Ansehcirgeben dürfen? Kaum waren sie noch gut genug, dein erstendem besten guten Freunde vorgeleyert zu werdenden manso unwissend annehmen kann, als man will. ^^nsalso, sicherlich F^Ä-rre war die Anrede, und nicht ^v-K«??n»?'«>e x/>«?-t??. Denn vors dritte : wie deut-lich verrath nicht auch schon das blosse I^wv^v^e die In-terpolation des unwissenden Abschreibers? So viel Frey-heiten sich nehmlich auch Panlus, in Ansehung derProso-die, durch das ganzeGedicht erlaubt hat: so ist ihm dochnirgends ein so barbarischer Vers entfahren, als dieserX«^sA!-7-7»-- -c-^-r'^. Die dritte Sylbe ist bey ihm nielang, wie sie es doch hier seyn würde: und er wußte eSzu gut, daß mit dieser keine Licenz gelte, wenn seine Iam-ben wirklich noch Iamben bleiben sollten. Er ist also os-

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