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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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fenbar cingeschobcn, dieser Vers; und zu einer Zeit ein-qeschoben, als man die sogenannten politischen Verse mach-te, und die Sylben uicht mehr maaß, sondern blos zählte.Dieser einzige Vers wag aus den Zeiten des Constanti-nusPorphyrogcnnetusseyn: aber dasUcbrigeist es gewißnicht. Soll ich noch ein Viertes hinzusetzen? So wenig,öder so nichts auch, in dem ganzen Gedichte vorkömmt,was eine offenbare Beziehung auf die Zeit hatte, in wel-cher es geschrieben worden: so finde ich doch ein PaarZei-len, welche wenigstens anzeigen, daß es uach dem achtenJahrhunderte wohl nicht geschrieben worden. Der Dich-ter kömmt endlich aufGott, der alle die angeführten Wun-der in der physikalischen Welt schaffe; und sagt:

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Mache dir ja nicht irgend ein sinnliches Bild vonihm, wenn du nicht straucheln willst.,, Ich meine, die-ses dürste schwerlich nach 787 geschrieben seyn, als aufder Kirchenvcrfammlung zu jl7jlicäa die Verehrung derBilder auf immer in der Griechischen Kirche eingeführtwurde. Weit eher dürste es hingegen auf die Zeiten desIustinianus passen, als zu welchen sich der Bilderdienstallmalig cinzuschleichcn anficng, aber noch bey vielen vielWiderspruch fand.

Indeß