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Indeß möchte ich auf den letztem Grund auch nichtzu sehr trauen; indem, so viel ich weiß, es bey den Grie-chen doch noch immer unerlaubt blieb, das eigentliche göttli-che Wesen auf irgend eine Weise bildlich vorzustellen, und beydem Dichter doch wohl nur von diesem die Rede ist. Ge-nug daß die übrigen Gründe hinlänglich stark sind, den ein-mal bekannten Paulus Silenriarius in dem Besitze un-sers Gedichts zu erhalten; ohne daß wir nöthig haben,uns einen zweyten dieses Namens aufdringen zu lassen.Wahr ist es, daß die Epigrammen, welche in der Antho-logie von ihm vorkommen, ein wenig aus andern Augensehen: doch da diese fast lanter verliebte Kleinigkeiten sind,so entsprang die ganze Verschiedenheit, die man zwischenihnen, und den ihm streitig gemachten Iamben bemerkenkönnte, wohl nohtwendig ausdcrVcrschiedenheit desInn-halts. Ob er sich in dem Gedichte auf die Kirche der heil.Sophie, besonders in den demselben vorgeschickten Iamben,ähnlicher ist, kann ich nicht sagen, weil die einzige Aus-gabe dieses Gedichts, (vom Du Zrcsne, hinter demCmnamus ) in unserer Bibliothek mangelt, und ich essonst nie gelesen habe.
Nach allen diesen Erörterungen fiel mir noch bey,den p^rhischen Badern in den neuern Zeiten nachzuspü-ren. Daß sie, noch spat nach dem Iustinia-ms , von denKaysern besucht worden, sehe ich aus den Nachrichten,
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