„derc deswegen verachten will, die anders denken. Mir„dencht, daß die Vernunft, wo nicht starker, doch eben„so stark, vor diejenigen streite, welche die Ewigkeit,„als vor die, welche das Ende der göttlichen Rache ver-theidigen. Man sieht oft gewisse Meynungen derMen-„ sehen, die den Beyfall der meisten erhalten, für klare„Gesetze der Vernunft an, die man nicht leugnen darf.„Und oft mißt man die Gerechtigkeit des göttlichen Ge-richtes nach der Gewohnheit der menschlichen Richter-„stühle ab. Das scharfsinnigste, was vor das Ende der„Höllcnstrafcn geschrieben, sind die Gedanken eines sonst„gelehrten Mannes, dem man Schuld giebt, daß er vor„seinem Ende in die giftigen Irrthümer der Soeinianer„verfallen. Ich habe dieselben nicht obenhin gelesen, und„gebe dem Verfcrtiger das Zeugniß eines nicht übel be-schaffenen Verstandes. 'Aber wenn man einige Zwey-deutigkeiten hebt, und die Kraft der Schlüsse von den„mcnfchlichcn Sachen auf die göttlichen leugnet, so wird„der sogenannte Beweis ein Schatten, bey dem man den„Ausammenhang vergebens sucht. Ich bin lange Willens,,,in einer lateinischen Schrift die Geschichte der Lehre, von„der hier die Rede, vorzutragen, und nicht nur dieO.uel-,,len derselben zn entdecken, sondern auch die untn-schiede-„nen Arten, ihr eine Farbe und Gewicht zn geben, zu un-tersuchen. Eine Menge von andern Arbeiten, die zum„Theile nicht unbekannt, hat bisher die Ausarbeitung„derselben aufgehalten. Vielleicht finden sich bald einige„Stunden, in welchen ich den gcsammleten Vorrath von„Gedanken und Zeugnissen in Ordnung bringen und der,,Welt vvrleaen kann.,,
Wer