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ihrer Seltenheit, anführte, wäre gedacht worden. SelbstvonBruckcrn nicht, der doch bey Erzählung von To-ners Verdiensten mn die?lristotelische Philosophie,die beste Gelegenheit dazu gehabt hätte. Wenn sie daherauch nicht in der neuen 'Ausgabe der sämmtlichen Werke,die wir dem Herrn Durens zu danken haben, erschienenist: so dürfen wir uns um so weniger darüber wundern,da Deutschland überhaupt so äusserst nachlaßig gewesen,die Bemühungen dieses würdigen Ausländers zu unter-stützen. Anstatt i>aß man sich um die Wette hatte beeifernsollen, ihm mit so vielen ungedrncktcn Vermehrungen, alssich nur immer austreiben lassen wollen, an die Hand zugehen: hat man ihm auch nicht einmal alle bereits ge-druckte Aufsatze seines Autors angezeigt. Denn er, als.ein Ausländer, konnte sie freylich nicht alle selbst wissen;und der einzige ehrliche Brucker konnte sie ihm freylichauch nicht alle nachweisen. Indeß, wenn das letzterevielleicht blos unterblieben, weil jeder Deutsche Gelehrtebesorgen mußte, daß ihm schon ein anderer darinn zuvor-gekommen: so ist es weit weniger befremdlich, als daStodte Stillschweigen, welches unsere Recensenten darüberbeobachten. Wußten sie denn also gar nichts, was mdiesen sämmtlichen Werken fehlt? gar nichts, was nurim geringste» eine Anzeige verdient hatte?
Doch hiervon an einem andern Orte. Ich will michitzt von dem nicht zu weit verlieren, was mich ans diesen"Ausfall gebracht hat. — Also kurz: eben diese Vorrede,welche L.eibniy zu Toners Schrift gemacht hat, wel-che
(>) Mü. er. !'I.iI. IV. ?. i. x. ziz.