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Sünde Statt haben könnte? Es wäre denn, daß die Sün-de selbst nichts anders als eine Bewegung zn mehrererAusdehnung seyn sollte. Nein, so hat ^eibnitz gewißnicht gedacht; sondern was er von einem einzeln Zustandedes Ganzen , nach der Hypothes der gleichmäßigen Voll-kommenheit, sagt; cette colleÄion peut avoir toute l»perseÄion, /e/ cöo/L/ ^^«/k'e^/ co»i^o/e^
e« ^»/e'^/o»: das ist schlech-terdings auch von jedem Zustande des Ganzen, nach derHypothes des immerwährenden Wachsthums zu verstehen.Das Ganze mag in dem nehmlichen Grade der Vollkom-menheit fortdauern, oder jeden 'Augenblick an Vollkom-menheit wachsen: so hindert das eine eben so wenig, alsdas andere, daß nicht einzelne Wesen eben so wohl anVollkommenheit zunehmen als abnehmen konnten. Ohnedieses mögliche Abnehmen ist bey moralischen Wesen dieSünde unerklärlich; und mehr, als eben dieses möglicheAbnehmen, braucht es nicht, auch die Strafe, ja die ewi-ge Strafe der Sünde, selbst in dem System der immerwachsenden Vollkommenheit, zu erklären.
VIII.Aber ich muß zuvörderst jene esoterische grosseWahr-hcit selbst anzeigen, in dcrenRückflchtL.eibniy, der gemeinen5ehre von der ewigen Berdammniß das Wort zu reden, zu-träglich fand. Und, welche kann es anders seyn, als derfruchtbare Satz, daß in der Welt nichts insuliret, nichtsohne Folgen, nichts ohne ewige Folgen ist? Wenn daherauch keine Sünde ohne Folgen seyn kann, und diese Fol-gen die Strafen der Sünde sind: wie können diese Stra-fen anders als ewig dauern? wie können diese Folgen je-mals Folgen zu haben aufhören? Hr. Eberhard selbst
erkennet