gen des Bösen nicht blos abgezogen werden: sondern jedederselben müssen sich, in ihrer ganzen positiven Natur,für sich selbst äußern. Nichts anders meinet die Schriftselbst, wenn sie von Stufen der Hölle und des Himmelsredet. Aber der undenkendere Theil ihrer i,eser, stellt ersich diese Stufen auch so vor? Oder giebt er nicht viel-mehr einer jeden dieser Stufen, sie sey so niedrig als siewolle, gleichsam ihre eigene intensive Unendlichkeit? Dieniedrigste Stufe des Himmels, ist ihm freylich nur dieniedrigste: aber dem ohngcachtet, nichts als Himmel,nichts als Freude und Wonne, nichts als Seligkeit.
XVI. Und nun: warum seine Waffen nicht lieber ge-gen diese irrigen Begriffe wenden, die noch dazu un-gleich leichter aus der Schrift hinweg zu crcgcsiren sind,als die unendliche Dauer der Strafen? Mich wenigstensdünket, daß selbst der scharfsinnigste Ausleger, wenn ergegen diefe an will, Dinge als ausgemacht annimmt, ge-gen welche noch sehr viel einzuwenden wäre. Z. E. WennHerr Eberhard darauf dringt, daß das Wort exvigin der hebräischen und griechischen Sprache nur eine un-bestimmte, aber keinesweges unendliche Dauer andeute;so sagt er unter andern: „Ucberhaupt muß man die Icir-„folge in der stufenweise» Erhöhung eines solchen abstrak-ten Begriffs, als der Begriff der Ewigkeit ist, wohl„bemerken. Dieser Begriff ist nicht immer so transeen-dental gewesen, als ihn zuletzt die stärkste Anstrengung„der erhabensten Philosophie gemacht yat.„ Die Erin-nerung, welche hier zum Grunde liegt, kann bey vielenmetaphysischen Begriffen ihre gute Anwendung haben, bey
den?