Eilfter Jahrgang .
Sonntags - Beiblatt
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Februar / VT » .
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Das Kloster vom guten Hirten in Smyrna .
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5 Durch freundliche Mittheilung sind wir in den Stand gesetzt , daS nachfol¬
gende Schreiben aus Smyrna vom i . Der . , welches die Frauen des Klosters vom
guten Hirten daselbst an ihr Mutterkloster zu Angers gerichtet haben , in wortgetreuer
Uebersetzung mitzutheilen .
„ Sehr geehrte und vielliebe Schwestern !
DaS Gesetz Gottes , unser Institut und Ew . Liebden sind die Freuden unserer
Seele und der Gegenstand unserer unaufhörlichen Gedanken . Eine große Entbehrung
auch ist es für uns in dieser Verbannung , daß es so langer Zeit bedarf , bis wir
die angenehmen Mittheilungen unserer viellieben Schwestern erhalten . Lasset euch die
heißen und innigen Wünsche gefallen , welche wir sür das Gedeihen unseres theuren
Klosters , für die Erhaltung unserer würdigen Mutter Priorin , und die Erfüllung
des heiligen Verlangens einer jeder von Euch Lieben insbesondere hegen . Wir bitten
Euch , gemeinsam mit uns dem Herrn zu danken für die Einrichtung dieses Klosters ,
welches am Feste des heiligen Ludwig von Gonzaga in einem der katholischen Stadt¬
viertel von Smyrna ist gegründet worden ; sein Hauptzweck ist die Loskaufung und
Unterrichtung der Sclaven . Der Zustand gänzlicher Hilfslosigkeit , in welchem diese
theuren Seelen sich befinden , verdiente es wohl , daß der Eifer unserer hochgeehrten
Oberin ihnen Hilfe bringen hieß . Diejenigen , welche bereits das Glück hatten los¬
gekauft und getauft zu werden , erfüllen uns mit Trost durch ihre glücklichen Anlagen ;
wir werden Euch Lieben alle die Einzelheiten vorführen , welche Euren Eifer für das
Wohl so theurer Seelen in Anspruch nehmen können . In diesem Jahre sind sehr
zahlreiche Flotten mit Negerinnen angekommen , deren 5 bis 6l ) l ) in einem einzigen
Schiffe sich befanden ; man hält sie in aufrechter Stellung aneinander gekettet auf dem
Verdeck , und dergestalt zusammengepreßt und gedrängt , daß sie kaum zu athmen ver¬
mögen . Der Feuchtigkeit und dem Froste während der Nacht und der Sonnenhitze
unter TagS während einer Fahrt von mehreren Wochen ausgesetzt , da der größte
Theil von ihnen aus der großen Saharra - Wüste kommt , wo man sie Eilmärsche
machen läßt , um die Küsten der Barbarei , den Ort der Einschiffung zu gewinnen :
gelangen sie im kläglichsten Zustande Hieher , und haben keine andere Nahrung als
ein wenig in Wasser gekochten Mehles , bis sie an die Türken verkauft werden .
Aber ihre körperlichen Leiden sind nichts im Vergleich mit den Leiden der Seele und
den Banden der Ruchlosigkeit , von denen sie umstrickt sind . Indessen hat die Liebe
unseres göttlichen Hirten ihnen einen Zufluchtsort in seinem Herzen und in seinem
Hause eröffnet , alle jene , die wir loszukaufen im Stande sind , werden die Sieges¬
zeichen seiner Erbarmung . Ihre Zahl ist zwar sehr klein , weil wir keine andern
Hilfsquellen haben als unserer Hände Arbeit und unser kleines Pensionat ; wir setzen