Ausgabe 
11 (9.2.1851) 6
Seite
41
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Eilfter Jahrgang.

Sonntags-Beiblatt

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Das Kloster vom guten Hirten in Smyrna.

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5 Durch freundliche Mittheilung sind wir in den Stand gesetzt, daS nachfol-gende Schreiben aus Smyrna vom i. Der., welches die Frauen des Klosters vomguten Hirten daselbst an ihr Mutterkloster zu Angers gerichtet haben, in wortgetreuerUebersetzung mitzutheilen.

Sehr geehrte und vielliebe Schwestern!

DaS Gesetz Gottes, unser Institut und Ew. Liebden sind die Freuden unsererSeele und der Gegenstand unserer unaufhörlichen Gedanken. Eine große Entbehrungauch ist es für uns in dieser Verbannung, daß es so langer Zeit bedarf, bis wirdie angenehmen Mittheilungen unserer viellieben Schwestern erhalten. Lasset euch dieheißen und innigen Wünsche gefallen, welche wir sür das Gedeihen unseres theurenKlosters, für die Erhaltung unserer würdigen Mutter Priorin, und die Erfüllungdes heiligen Verlangens einer jeder von Euch Lieben insbesondere hegen. Wir bittenEuch, gemeinsam mit uns dem Herrn zu danken für die Einrichtung dieses Klosters,welches am Feste des heiligen Ludwig von Gonzaga in einem der katholischen Stadt-viertel von Smyrna ist gegründet worden; sein Hauptzweck ist die Loskaufung undUnterrichtung der Sclaven. Der Zustand gänzlicher Hilfslosigkeit, in welchem diesetheuren Seelen sich befinden, verdiente es wohl, daß der Eifer unserer hochgeehrtenOberin ihnen Hilfe bringen hieß. Diejenigen, welche bereits das Glück hatten los-gekauft und getauft zu werden, erfüllen uns mit Trost durch ihre glücklichen Anlagen;wir werden Euch Lieben alle die Einzelheiten vorführen, welche Euren Eifer für dasWohl so theurer Seelen in Anspruch nehmen können. In diesem Jahre sind sehrzahlreiche Flotten mit Negerinnen angekommen, deren 5 bis 6l)l) in einem einzigenSchiffe sich befanden; man hält sie in aufrechter Stellung aneinander gekettet auf demVerdeck, und dergestalt zusammengepreßt und gedrängt, daß sie kaum zu athmen ver-mögen. Der Feuchtigkeit und dem Froste während der Nacht und der Sonnenhitzeunter TagS während einer Fahrt von mehreren Wochen ausgesetzt, da der größteTheil von ihnen aus der großen Saharra-Wüste kommt, wo man sie Eilmärschemachen läßt, um die Küsten der Barbarei, den Ort der Einschiffung zu gewinnen:gelangen sie im kläglichsten Zustande Hieher, und haben keine andere Nahrung alsein wenig in Wasser gekochten Mehles, bis sie an die Türken verkauft werden.Aber ihre körperlichen Leiden sind nichts im Vergleich mit den Leiden der Seele undden Banden der Ruchlosigkeit, von denen sie umstrickt sind. Indessen hat die Liebeunseres göttlichen Hirten ihnen einen Zufluchtsort in seinem Herzen und in seinemHause eröffnet, alle jene, die wir loszukaufen im Stande sind, werden die Sieges-zeichen seiner Erbarmung. Ihre Zahl ist zwar sehr klein, weil wir keine andernHilfsquellen haben als unserer Hände Arbeit und unser kleines Pensionat; wir setzen