Ausgabe 
11 (9.2.1851) 6
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aber unser Vertrauen auf die Vorsicht unseres guten Hirten, der da woht wissen wird,wann er die Hilfsauellen dieses Werkes erschließen werde, welches ganz Seiner Barm-herzigkeit überlassen ist. Die erste Sclavin, welche wir sogleich bei unserer Ankunftauf Smyrna loszukaufen das Glück hatten, erhielt in der heiligen Taufe den NamenEuphrasia; ihre Frömmigkeit und ihre guten Eigenschaften haben die fromme Gemah.l!n deS sardinischen ConsulS bewogen, sie an Kindesstatt anzunehmen. Die zweite,Namens Josephina, wurde in unser Klöster zu Tripoli gesendet, als das kostbarsteGeschenk, welches wir unsern Schwestern machen konnten. Die dritte, die NeophitinIrene, 10 bis 11 Jahre alt, hat ausgezeichnete natürliche Neigungen zur Sanftmuthund Gelehrigkeit, und Trieb in unserer heil. Religion sich zu unterrichten. Mehrerefromme Personen, aufgemuntert durch die glücklichen Fortschritte dieser theuern Kinder,haben deren vier losgekauft, die sie uns zum Unterricht anvertraut. Drei von ihnenhaben bereits die heil. Taufe empfangen, die andere bereitet sich mit dem größtenVerlangen dazu vor. Wir hoffen mit GotteS Gnade daS nächste Jahr eine reicheErnte zu halten. Der Herr Erzbischof hat uns seinen väterlichen Schutz zugesagtund steht uns mit allen geistigen Mitteln bei. Sein Kanzler sitzt alle Freitage fürdie Gemeinde zur Beicht und unser Almosenier, welcher ein Zögling der Propagandavon Rom ist, hört jeden Donnerstag zwanzig von den Kindern der PenstonSanstaltzur Beicht . Ihrer sind achtzig in zwei Classen, darunter mehrere Griechinnen, Arme-nierinnen, Schismatische und Protestanten, welche wir dem Gebete Eurer Gemeindeempfehlen, auf daß sie durch die Güte unseres Herrn daS Licht erhalten, welches siein den Schooß der wahren Kirche zurückführt. Der zeitliche Unterhalt unseres Klostersist auf die göttliche Fürsorge und unsere Arbeit angewiesen. Unser Herr Erzbischofzahlt die Besoldung unseres AlmosenierS; der Verein zur Verbreitung des Glaubenshat uns 600 Francs geschickt, unsere Lotterie hat uns 700 Fr. eingetragen. DerSultan hat unS bei seinem Besuch auf Smyrna ein Almosen von 100 Fr. gegeben.Ein wohlthätiger Priester hat uns eine Glocke, zwei Stücke Tuch, 10 Handtücherund einen Vorrath von Thee für unsere lieben Engländerinnen geschenkt. Herr Dr.8. cis I^ills hat uns ein Geschenk gemacht mit einer Kiste guter Bücher, die uns vongroßem Nutzen sind in diesen ungläubigen Landen. Große Erdbeben, von monatlangerDauer, haben in diesem Jahre alle Häuser beschädigt, AllcS war in Bestürzung;jeden Tag hatten wir zwei bis drei Stöße. Endlich ließ unser Herr sich erflehendurch die heißen Gebete seiner Diener, kein Unfall hat sich ereignet. Wir haben vielvon der Hitze leiden müssen, welche unerträglich war. Unser HauS liegt ganz naheam Meer; wir haben zwei Hauptgebäude, welche unter sich in Verbindung stehen; indem einen ist unser Gesellschaftszimmer, das Refectorium, die Küche, das Leinwand-zimmer und nette Zellen für die Klosterfrauen. Das andere ist für die Schulen; wirhaben im Ganzen 15 Zimmer und einen kleinen Garten. Wir zahlen 1500 FrancsMiethzins, und haben das Glück niemals ausgehen zu müssen, indem wir blvö durcheinen großen Garten zu gehen haben, der unserm Hauseigenthümer gehört, um ineine dem Herrn Erzbischofe eigene Capelle zu gelangen; wir konnten bis jetzt nochkeine eigene bauen. Wir sind bloß unserer fünf Ordensschwestern, unsere hochgeehrteMutter, Maria von Jesu, Superiorin, unsere theure Schwester Maria Angelika vonKreuz, Assistentin, Maria von St. Bernard, Engländerin, Maria von St. Francis-cuS v. Sales , Jrländerin, Maria von St. FranciscuS v. Assisi, Italienerin. Indemwir daS Glück haben von ganzer Seele im heiligen Herzen Jesu zu seyn, empfehlensich den frommen Gebeten Eurer Liebe zc. zc. die Frauen deS Klosters vom gutenHirten in Smyrna. _

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Die christliche Sonntagsfeier.

:>>.':' ?!^'^> m^!>u-t> SZNIKV* Es ist ein erfreuliches Zeichen der Zeit, daß man anfängt, die Nothwendigkeit

der christlichen Sonntagsfeier öffentlich hervorzuheben. Im Octobcr vorigen JahreS

erließen (nach dem Deutschen BolkSblatt vom 22. Oct.) mehrere Geistliche von Lud-