Gilfter Jahrgang.
Sonntags-Beiblatt
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Augsburger Pojtzeitung.
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Der heilige Otto, Bischof von Bamberg.
«(!: ,sch.'»<-'i ^»vttSlPu» zKinMll-mmj, k-^ömkS ni , 8>»Kl,K SZS tzZüF zklNDas von dem bisherigen Vorstande des historischen Vereins zu Bamberg, Herrn Dr. Höfler, in Aussicht gestellte Rechtsbuch des Bamberger BischofesFriedrich von Hohenlohe sammt Commentar wird demnächst die Presse verlassen.Der hochgeehrte Herr Verfasser, welcher einem ehrenvollen Rufe an die UniversitätPrag, woselbst ihm der Vortrag der Geschichte so wie die Heranbildung von LehramtS-candidaten anvertraut worden, folgend leider zu früh die Stadt Bamberg, für derenGeschichte er so viel gethan und der er wegen ihrer wichtigen Geschichte mit solcherLiebe zugethan war, verläßt, will den durch ihn in den Druck gegebenen Lvtlex?riä<zrivi!mu8 vem Stifte St. Heinrichs als ein theures Andenken hinterlassen. Daherhat er die besagte Arbeit mit einer kurzen Darstellung der Geschichte Bambergs aus-gestattet. Daö Visthum Bamberg hat unseres Dafürhaltens bis jetzt noch keinenGeschichtschreiber gefunden. Wir ehren die Bemühungen mancher Gelehrten aus derältern uud neuern Zeit um BambergS Geschichte; allein der Blick in ihre Schriftenwird jeden Leser überzeugen, daß sie nur Bruchstücke, aber kein Ganzes liefern.Die vor uns liegende Uebersicht der Geschichte Bambergs wäre die würdige Grund-lage zu einer solchen.' Möchte sie einen Bearbeiter finden!
Wir heben aus ihr, um einen Beweis des Gesagten zu geben, das Leben desheiligen Otto heraus. Nachdem der hochverdiente Herr Verfasser von der Stiftungdes BiSthums und den frühern Anfeindungen desselben gesprochen hat, fährt er alsofort: So ging die neue Pflanzung ungeachtet der Anfeindungen von Würzburg, Eichstädt und Mainz zuletzt dennoch siegreich aus allen Verwicklungen hervor, welcheBamberg, kaum gegründet, auch schon in seinem Bestände bedrohten. Die steteSorge hiefür, so wie das freundliche Verhältniß der deutschen Kaiser zu dem römi-schen Stuhle mußten übrigens Bischof und Capitel wesentlich auffordern, dem innernBerufe getreu zu leben; folgerichtig führte die treue Befolgung der empfangenenRichtung auch schnell zu einer ungewöhnlichen Blüthe des BisthumeS. Aber es hat-ten die Kaiser auch dafür gesorgt, daß die Bewahrung desselben würdigen Händenanvertraut würde. Genug hatte der erste Bischof Eberhard den Pflichten seinesAmtes gethan, als er auch nach dem Tode Kaiser Heinrichs zu erhalten suchte, wasdieser mit so großer Aufopferung und Hingebung begründet, daß 85 Diplome ihmnicht genügten, die Zukunft der nun bischöflichen Kirche durch Rechte und Freiheiten,durch liegende Gründe fast in allen Theilen von Deutschland zu sichern. Zu einerkaum geahnten Bedeutung stieg aber dieselbe unter Suidger von Meiendorf, demblonden, hochstammigen Sachsen, welcher, als Rom durch dreifaches Schisma, durchSimonie und weltlichen Streit der Zerrüttung preisgegeben worden, als der Wür-ste befunden wurde, die Reformation der gesammten Kirche zu beginnen und die