Ausgabe 
11 (21.12.1851) 51
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und den Er zum Felsen Seiner Kirche gesetzt hat, welchen die Pforten der Hölleniemals überwältigen werden, alö auch seines Mitapostels Paulus und deS eigenenPatrons jeder Stadt und jedes Landes, und der ganzen himmlischen Hecrschaar,durch welche der allgütige Herr die reichlichsten Gaben Seiner Güte im vollstenMaaße auSspendet.

Darum, ehrwürdige Brüder, während Wir in dieser Unserer erhabenen Stadtöffentliche Gebete befehlen, so laden Wir mit gegenwärtigem Briefe Euch selbst unddie Eurer Sorge übergebcnen Bevölkerungen zur Gemeinschaft Unserer Bitten ein,und fordern Eure ausgezeichnete Gottesfurcht und Frömmigkeit mit allem Nachdruckeauf, daß Ihr auch in Euren Sprengeln öffentliche Gebete zur Erflehung der gvttli-chen Milbe anordnen wollet. Und damit die Gläubigen mit so inbrünstigerem Ge-müthe den von Euch festzusetzenden Andachten obliegen, so haben Wir beschlossen,die himmlischen Schätze der Kirche in Form eineö Jubiläums neuerdings zu eröffnen,wie Ihr auS Unserm andern hier angehängten Schreiben deutlich vernehmen werdet.Wir erheben UnS zu der zuversichtlichen Hoffnung, ehrwürdige Brüder, cS werdendie Engel deS Friedens, welche goldene Schalen und ein goldenes Rauchfaß in ihrenHänden tragen, die demüthigen Gebete Unser und der ganzen Kirche auf dem gol-denen Altare dem Herrn darbringen, und Er werde sie mit gnädigem Antlitze auf-nehmen, Unsere, Eure und aller Gläubigen Wünsche in unendlicher Güte anhören,Er wolle die Finsternisse aller Irrthümer vertreiben, die Stürme aller Uebel zerstreuen,und sowohl der Sache der Christenheit, als der Gesellschaft Seine hilfreiche Rechtedarreichen, und bewirken, daß in allen Menschen die eine und eben dieselbe Treueder Gesinnungen, die eine und eben dieselbe Frömmigkeit des Wandels, die eineund eben dieselbe Liebe zur Religion, zur Tugend, zur Wahrheil unv Gerechtigkeit,daS eine und eben dasselbe Bestreben nach Frieden, daS eine und nämliche Bandder Liebe sey, damit so daS Reich Seines eingeborenen Sohnes, unseres HerrnJesu Christi , auf dem ganzen Weltall von Tag zu Tag erweitert, befestigt underhöhet werde.

Endlich empfanget als Unterpfand aller himmlischen Gaben und als ZeugnißUnserer feurigsten Liebe zu Euch den Apostolischen Segen, welchen Wir Euch, ehr-würdige Brüder, und allen Geistlichen nnd allen gläubigen Laien, die Eurer Wach-samkeit anvertraut sind, aus der innersten Neigung des Herzens liebevoll erlheilen.

Gegeben zu Rom beim heiligen Pelrns den 21. November 1351, UnseresPapstthums im sechsten Jahre.

Centralafrika .

Der Wiener Marienverein zur Bekehrung der Neger erläßt folgende Bekannt-machung: Am 3. April 1846, kurze Zeit vor seinem Dahinscheiden, gründete derheilige Papst Gregor XVI. , dem so viele fromme Missionen ihr Entstehen verdanken,eine Mission für Centralafrika , deren Thätigkeit das ganze ungeheure Ländergebietumfassen sollte, welches von den Katarakten des Nils und den Wüsten am südlichenAbHange des AtlaS bis jenseits deö AeauatorS zu dem dort vermutheten Mondgebirgeund den Gränzen von Guinea , und von den Gebirgen im Westen Abyssiniens biszum Stromgebiete des Senegals und Gambias sich ausbreitet. Die Bekehrung derNeger, die Verhinderung deS Sclavenhandels, die Seelsorge über die einzeln injenen Gegenden zerstreuten Katholiken, wurde als die Aufgabe der neuen Kirchen-gemeinde bezeichnet, und sie wurde mit der hohen Würde eines apostolischen Vicariatsund mit jenen ausgedehnten geistlichen Vollmachten ausgerüstet, welche ihr wichtigerBeruf, die weite Entfernung von dem heiligen Stuhle und die Langwierigkeit, sowie die vielen Hemmnisse der Verbindung mit demselben erfordern. Ihre Leitung

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