Ausgabe 
12 (11.7.1852) 28
Seite
221
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SSI

Hören wir zuerst, waS Papst Clemens XII. im Jahr deS HeilS 1723 inder BulleIn eminent!" über den Freimaurerbund sogt. Nachdem derselbe seinerPflicht und Sorgfalt erwähnt, welche ihn treiben, Irrthümer und Laster auszurottenund den wahren Glauben rein zu bewahren, bemerkt der Nachfolger Petri, daß dieThatsache bekannt, wie der Maurerbund sich läglich weiter verbreite, in welchem sichMenschen aller Bekenntnisse und Secten, zufrieden mit dem angenommenen Scheineiner na>ürlichen Recktschasfenheir, unter einem schweren Eide , dessen Bruch mit denpeinlichsten Strafen belegt werde, zum ewigen Schweigen über die geheimen OrdcnS-zwecke versammelten. Weil aber das Böse seine Natur verrathe und daS Licht hasse,so stv schwerer Verdacht gegen den Orden in den Gläubigen entstanden und hättenselbst wellliche Mächte denselben als der Ruhe der Reiche zuwider auS ihren LändernauSgerotiet. Und nun fährt Papst Clemens fort:Wir daher, erwägend dengroßen Scbaden, welcher in hohem Grade von diesen Gesellschaften nicht bloß derRuhe der Staaten, sondern auch dem geistigen Heil der Seelen zugefügt wird, dawir durch daS göttliche Wort belehrt worden, Tag und Nacht nach Art eineS getreuenKnechtes und cincS klugen Vorstehers in der Familie deS Herrn zu wachen, damitnicht eine derartige Mcnschcngattung daS HauS Gottes untergrabe und gleich denFüchsen den Weinberg deS Herrn zu verwüsten trachte, damit sie nämlich nicht die

Herzen der Einfältigen verkehren und die Schuldlosen im Verborgenen verwunden,......

wir verdammen und verbieten aus apostolischer Vollmacht die Frei-maurer.Verbin düngen unter welchem Namen immer." Sodann heißt««:Weßhalb wir allen Christgläubigcn. ohne Rucksicht auf Rang und Stand, Kle,rikern wie Laien, in Kraft deS heiligen Gehorsams befehlt», daß Keiner unter irgendwelchem Prärcrt wage und sich herausnehme, in die vorgcdachten Frcimaurergesell-schaften einzutreten oder sie zu verbreiten, zu beschützen, sie in seinem Hause oderanverSwo aufzunehmen, in ihnen zu weilen.... ihnen Dienste zu leisten ober mitRath und That ihnen öffentlich oder geheim, cirect oder indircct beizustehen.... Wirbefehlen Allen, diese Versammlungen gänzlich zu meiden unter Strafe deS Kir-chenbannes, von welchem Keiner soll losgesprochen werden können, als alleindurch den jedesmaligen Papst, ausgenommen bei Todesgefahr." Weiter lesen wir:Wir wollen außerdem und befehlen, daß die Bischöfe und höhern Würteträger...gegen die Uebertretcr ohne Rücksicht auf Rang und Stund vorschreiten, sie in Unter-suchung ziehen und sie als der Ketzerei schwer verdächtig mit entsprechendenStrafen belegen " Papst BenedictXIV. bestätigt dieß VerdammungSurtel in derBulleproviclos" (1751) und motivirt dieß damit, daß er beifügt, der Freimaurer «bund sey verwerflich, weil er Menschen aller Religionen und Secten aufnehme, worausseine Gefährlichkeit für die katholische Religion einleuchte; zweitens, weil er sich indie Finsterniß hülle, so daß auf ihn anzuwenden, waS CäciliuS NataliS beiMinuciuS Felir sage: DaS Ehrbare freut sich der Oeffentlichkeit; Missethaten sindgeheim; drittens, weil er von seinen Gliedern einen mit den Pflichte» gegen Kircheund Staat nicht verträglichen VerschwiegcnheitSeib fordere, so daß der Maurer, vonder kirchlichen oder staatlichen Autorität über Ordenogegenstände zur Verantwortunggezogen, nicht antworten dürfe " Zur Ausführung dieses VerwersungSurtelS ruftvenedict die Hilfe der katholischen Mächte und aller weltlichen Gewalten an undfordert sie auf, dem Orden den GarauS zu machen. Die Katholiken wissen also,woran sie sind, wenn sie der Freimaurerei sich anschließen. Unwissenheit kannvon nun ab Keiner vorschützen; wir haben cie Kirche zuletzt selbst gehört und wer sienicht hört, ist wie ein Heide und Publikan,

Lic. Jos. Wick.

Die Heldenthat zweier Priester.

Die Pariser Blätter, welche jüngst einmal erzählten, daß ein Priester bei einemvon der Wasserscheu befallenen jungen Mediciner, nachdem denselben Vater, Mutter,