Ausgabe 
12 (11.7.1852) 28
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Ueberzeugung gewonnen. Ueberzeugung, aber glaubensvolle Ueberzeugung bildet aus,dauernde Charaktere und gerade diese thun Noth unserer in sich zerspallenen, wankel-müthigen Zeit; und darum bildet die Mission von 1852 eine neue Aera in derGeschichte IngolstadrS und Gott gebe es, in der ganzen Diöcese des heiligenWillibalds! (Kath. Bl. a. Fr.)

D a n z i g.

Nachdem die erste Mission am 13. Juni geschlossen war und die Bäter sichzur Erholung nach Oliva zurückgezogen hatten, welches etwa 1'/» Meile vonDanzig liegt und durch seine schöne Lage berühmt ist, begann am 20. Juni diezweite Mission in der Nikolaikirche und findet eine außerordentliche Theilnahme.Auch hier ist in Erfüllung gegangen, waS Niemand ahnte; der Segen der Missionverbreitet sich bereits in die Umgegend; überall wird nach Missionen verlangt. InDanzig selbst wird ein fruchtbares Samenkorn niedergelegt: die Stadt hat 65.000Einwohner, unier ihnen etwa 15- bis 20,000 Katholiken. Wie unS ein Freundauö Danzig schreibt, kehrten bereits in Folge der ersten Mission viele, namentlichDeutschkalholiken beiderlei Geschlechts zur katholischen Kirche zurück. Der Plan fürdie zweite Mission ist gedruckt und an die Kirchenthür angeschlagen. Außer dengewöhnlichen MissionSpredigten werden auch behandelt: die guten Werke, Fegfeuerund Ablaß , die allerheiligste Dreifaltigkeit, die Rechtfertigung dcS Sünders, dieKirche, die Tradition, Verehrung Mariens, der Cölibat und die weltliche Herischastdes PapsteS. In der Unterweisung über die Pflichten der einzelnen Stände habenauch die Pflichten für die Soldaten eine Stelle gesunden. ES ist nicht zu bezwei-feln, daß die Missionäre, wenn nur die nöthigen Kräfte vorhanden sind, balv ihreThätigkeit weiter auch nach Culm und Ermeland ausdehnen werden. Die Wegeund die Raihschlüsse deS Herrn sind wunderbar! (M. S. Bl )

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Berlin .

Der Weiterbau der neuen katholischen Kirche auf dem Köpeniker Felde schreitet,wie daöOrgan für christliche Kunst" meldet, rüstig voran, und hoffr man, nochdiesen Herbst den Bau unter Dach zu bringen. Die Kirche wird in Rohziegelbauund zwar im romanischen Style ausgeführt. Sie hat drei gleich hohe Schiffe, einKreuzschiff, Chor und Nebencapelle und drei Apsiden. Auf dem Kreuz wirv sich eingewaltiger Kuppellhurm erheben; im Westen ein Borhallenbau sich anschließen, dermalerisch nach Art der italienischen Basiliken nach Außen sich öffnet. DaS Mittel-schiff ist mit einem Kuppclgewölbe zu überdecken, deren jedes ein sanftes Oberlichterhalten wird. Die Seitenschiffe, mit Tonnengewölben geschlossen, lassen das Haupt-licht durch größere Rundbogensenster zu. Die Länge der Kirche beträgt 194 Fuß,die Weite deö Mittelschiffes 30, die ganze Breite dcö Kreuzschiffeö 98 Fuß.

K r e m S m ü n st e r.

Mit der vielbesprochenen Klosterreform in Oesterreich scheint eS nun Ernst wer-den zu wollen. Den Anfang wird, öffentlichen Berichten zufolge, der Orten derBenedictiner machen. Die Aebte der Benediclinerklöster Ober- und Niederösterreichs,SleiermarkS, Tirols, Jllyrienö und Böhmens treten in diesem Monate im StifteKremSmünster zusammen, um über die wesenilichsten Puncte der Reform zu verhamdein, und im Allgemeinen den Gang zu bezeichnen, nach welchem sie ins Leben tretensoll Borläufig spricht man von Gründung eines BenedicineumS, einer theologischenBilvungSanstalt für sämmtliche OrdenSkleriker im Stifte Admont .

Veraulwortlicher Redqcteur: L. Schönchen VerlagS-Jah-ber: F. E. Kremer.