Ausgabe 
14 (28.5.1854) 22
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226,000 Schülern gegründet und seit 1809 über zwei Millionen Bibeln und christ-liche Schriften verbreitet. Jahreseinncchme 1851: mchrcUS 17,000 Thlr, 7, Die hiber-nische Bibelgesellschaft, seit 1806, verbreitete über zwei Millionen Bibeln und biblischeTheile Jahreseinnahme 1853 circa 27,000 Thlr. 8/Die religiöse Tractatgesellschastfür Irland , f it 1829, mit Niederlagen und Leihbibliotheken an 1162 Orten. 9. Diehibernische Gesellschaft der WeSleyaner, hat 158 Prediger, 25 Missionäre und 62Lehrer in angestrengter Arbeit, diebis in die verborgensten Schlupfwinkel dringen."10. Eine zweite WeSleyaner-Gesellschaft, deren Namen nicht angegeben wird und dieeben so arbeitet. 11. Die Baptisten-Gesellschaft sür Irland hat 24 Geistliche undEvangelisten ausgesandt. 12. Die bischöfliche Gesellschaft zur Erziehung in Irland ,hotte 1821 1882 Schulen mit 108,000 Schülern gegründet. 13. Die innere Missionder PreSbytcrianer-Kirche in Irland, hat seit sechzehn Jahren 160 Gemeinden und eineAnzahl MissionS-Stationen gegründet, unterhält 34000 Schulen, in denen 20.000die Bibel lesen gelernt haben. 14. Die Gesellschaft der Brüdergemeinde zur Fortpflan-zung der Erkenntniß des Evangelii in Irland , hält Vorleser auf 6 Stationen. 15. Diebischöfliche Miisionögescllschaft in Irland zum Besten der Römisch-Katholischen , seitnicht ganz acht Jahren, neuerdings sehr wirksam. 16- Die Gesellschaft zur Verthei-digung der Rechte und deS Gewissens, unter dem Vorsitze des ErzbischofS von Dublin ,zum Schutz der Proselyten gegen ihre frühern Glaubensgenossen. Nach den bei einigendarunter gemachten Angaben kann man schließen, daß diese 16 Gesellschaften zusam-men jährlich vielleicht gegen ^/z Million Thaler zur Protestantisirung Irlands aus-geben. Einige von ihnen wirken nun seit bald einem halben Jahrhundert. Bedenktman, daß außer diesen sür Irland allein errichteten Gesellschaften auch die übrigengroßen englischen Gesellschaften, die Bibel-, Tractat-, Schul-Gesellschaften u. s. w.doch ebenfalls mit sür Irland arbeiten, so sind die Anstrengungen in der That enorm.

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Der Pfarrer von Ars.

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DasTablet" theilt aus einem Privatbriefe eines englischen Katholiken Fol-gendes mit:

Der Pfarrer von Ars lebt in dem Dörfchen Ars, einige Meilen von Lyon.Das Dörfchen besteht ans Lehmhütten, eine derselben ist zwar weder ein Hotel nocheine Herberge, wird aber von den vielen Fremden, die als solche kommen, benutzt,um bei dem Pfarrer zn beichten und die oft 48 Stunden warten müssen, ehe dieRe he an sie kommt. Der Pfarrer steht täglich, nachdem er zwei Stunden geschlafenhar, um Mitternacht auf und geht in den Beichtstuhl, wo ihn schon Viele erwarten;cS ist eine eiacne OmnibuSfahrt von Lyon aus eingerichtet, um die Pilger nach ArSzu führen.' Um sechs Uhr licSt er die heilige Messe und empfängt dann in derSacristei diejenigen, welche ihn zu sprechen wünschen, Rosenkränze und Medaillensegnen lassen wollen u. s. w. Um zwölf Uhr ißt er etwas Brod und Milch, sonstden ganzen Tag nichts. Dann predigt er und geht wieder in den Beichtstuhl. SeinePredigten sind in dem StyleKindlein, liebet einander" deS heiligen EvangelistenJohannes . Er spricht meist von der Seligkeit der Liebe zu Gott, wobei er oft dieWorte wiederholt: wie süß ist es, Gott zu lieben!" jedesmal unter einem Stromevon Thränen; eben so, wenn er von dem Leiden deS Heilands und unserer Pflicht,ihn wieder zu lieben, predigt. Wir hörten ihn darüber predigen: er mußte vor Wei-nen einhalten, und kein Auge in der Kirche blieb trocken. Sein NcußereS ist höchstmerkwürdig: er ist ein Bild deS Todes, sehr bejahrt und mit eingefallenen Wangen;er steht einem Träumenden oder Schlafwandelnden ähnlich. Er scheint Niemand zusehen; sein Blick ist ganz überirdisch.

Die Kirche ist klein und ärmlich; ringsum hangen Votivgaben, zur Erinnerungan die Wunder, die sein Gebet bewirkt hat. Er nimmt die Kranken mit an den Altarder heiligen Philomena, betet dort mit ihnen, und Viele sind geheilt. In seinem