Ausgabe 
13 (6.3.1853) 10
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genden CycluS der Predigten, deren täglich viek während voller vierzehn Tage nach-einander gehalten wurden, die Zuhörer zu heilsamen, anregenden Betrachtungenermuntert und geleitet, die wichtigen und wichtigsten Heilswahrheiten abgehandelt,auch alle Fragen, welche für den sittlichen, nicht verkommenen Menschen die höchsteBedeutung haben, erörtert. In allen Vorträgen, welche die drei hochwürdigenMissionäre hier hielten, offenbarten sie einen innigen, rührenden GlaubenSeifer, einewahre, begeisternde Christusliebe, eine tiefe Wissenschaftlichkeit, daher , eine wahre,christliche Meisterschaft.

Zwei Tage vor dem Schlüsse der Mission geschah nach geeigneter Predigt überden unwürdigen Empfang des hl. AltarSsacramenteS die öffentliche, laute Abbitte:ein ergreifender, rührender Moment!

Die Wirkungen der hiesigen Mission waren und find höchst erfreulich. AuSEhrenbreitstein , Koblenz und aus der ganzen Umgegend strömten den Predigtentäglich so viele Tausende zu, daß die Räume der hiesigen Kirchen dieselben alle garnicht fassen konnten. Viele, sehr Viele empfingen die heiligen Sacramente, und ob-wohl wir in den hiesigen Breitegraden Gott sey Dank ganz abgestorbeneKatholiken nur äußerst wenige, laue Gläubige nicht viele haben, so zündete dochauch bei beiden Classen das Licht der heiligen Mission und hat sie neu belebtder harrenden Mutter, der Kirche, wieder zugeführt. Ein schönes anregendes Beispielgaben die gebildeten Classen von Coblenz und Ehrenbreitstein , indem sie stets sehrzahlreich bei den Predigten sich einsanden. So thaten auch mehrere Lehrer desKoblenzer Gymnasiums, und unterließen eS nicht, ihre Schüler in die Predigtenüber die betreffenden Standespflichten zu führen. Auch mehrere Protestanten, denhöhern, gebildeten Ständen angehörend, besuchten oft die Vorträge der Missionäre,welche nie ein verletzendes Wort enthielten, sondern nur den Geist der christlichenLiebe athmeten. Aber dennoch hat die kirchenfeindliche Presse, besonders daSFrank-furter Journal", auch über die hiesige Mission bereits die schamlosesten Lügen undVerleumdungen verbreitet. Man steht daran, wie tief das arme Menschenherz durchso alte Gewohnheitssünden verhärtet und verdorben wird! Den Schlußder heiligen Mission machte die Kreuzprocession. Voran zogen die Schulen, dann dieJungfrauen und Frauen, dann ein Sänger< und MustkcorpS, darauf der KleruS,unmittelbar darnach daSgroße Missionskreuz, getragen von Männern auSallen Ständen, indem wir vor dem Heilande ja alle ohne Standeswürde nurarm dastehen. DaS große MissionSkreuz, der KleruS und die sechsunddreißig Kreuz-träger, welche je zu zwölf im Tragen des KreuzeS abwechselten, waren von derhiesigen alten SebastianuS - Schützengesellschaft umgeben, und die Tausende vonMännern, welche der Procession beiwohnten, bildeten den Schluß derselben. Nachder Aufrichtung des MissionökreuzeS fand die Einsegnung durch den hochwürdigenPater Haßlacher statt. Seine Schlußpredigt handelte von dem Kreuze, also vonder Vollendung consummstum vst und so in geistigem Sinne von demSiege des Christen, den er stets über die Sünde, über seine Leidenschaften,turch sein Kreuz, nämlich die Entsagung, gewinnen soll. Demnächst ertheilte PaterHaßlacher den päpstlichen Segen über die große, große Menge der anwesendenGläubigen.

Die hochwürdigen Missionäre werden fortleben in unserer dankbarsten Erin-nerung; sie haben eine wahre Erneuerung deS christlichen Bewußtseyns und Lebensider ganzen Gemeinde und Umgegend bewirkt, daher daS kostbarste Gut, den Frie-den der Seele, uns Allen mehr gesichert I (D. VolkSH.)

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